In einer schlichten Feier übergab kürzlich eine Vertretung des Projekts «Verschiebungen 18/18» dem Museum Haarundkamm drei Stelen, welche das Gedenken an den Landesstreik vor 100 Jahren thematisieren. Im Fokus steht die Situation der Frau um das Jahr 1918, als die Lebensmittelpreise zu den damaligen Frauenlöhnen in Beziehung gesetzt wurden.

Nachdem die drei Stelen an verschiedenen Standorten im Kanton Solothurn einzeln platziert auf das Gedenkjahr aufmerksam gemacht hatten, standen sie zuletzt als Trio vereint in Olten, vor der Fassade der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Auf dem Freigelände des Museums Haarundkamm werden sie in Kürze auf speziell fundamentierten Standorten ihren definitiven Platz erhalten. Die drei transparenten Gestalten markieren im sogenannten Kammigarten, den die Kunstschaffende Barbara Saner in den Jahren 2008 und 2011 um einen speziell zur Brandkatastrophe von 1915 gestalteten Brunnen herum angelegt hatte. Sie sind die wenig sichtbaren Beiträge der Frau zum Funktionieren einer Gesellschaft. Die drei Namen Elise Saner, Frieda Meister und Agnes Anderegg stehen auch für drei konkrete Lebensschicksale der damaligen Zeit.

Die Historikerin Edith Hiltbrunner, welche mit Sam Mosimann als Vertretung der Projektgruppe zugegen war, schilderte die endgültige Platzierung als Ideallösung für beide Partner. Der Kammigarten wird in seiner Bedeutung durch die neuen Objekte noch aufgewertet. (JCH)