Kolumne

Bock auf Hockey...

In Oensingen lebte die Eishockey-Leidenschaft auf dem Areal der heutigen Armaturenfabrik von Roll AG hoch.

In Oensingen lebte die Eishockey-Leidenschaft auf dem Areal der heutigen Armaturenfabrik von Roll AG hoch.

... hatte man in Oensingen immer schon. Die Derbys des damaligen Eishockeyclubs Oensingen gegen Niederbipp kamen in den 50iger und 60iger Jahren einer Mini- Ausgabe des Spengler Cup gleich, so leidenschaftlich bekämpften sich die Teams- ohne Helm notabene auf dem Areal der heutigen Armaturenfabrik der Von Roll AG. Nächtelang besprühten Unentwegte mit Schlauch und Wasser den Platz, um einen solchen Event zu ermöglichen und einen Meisterschaftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Die tollkühnen Paraden eines»Guggi» alias Guggisberg (seines Zeichens auch legendärer Torhüter des FC Oensingen) und die Stocktechnik des eleganten Schlittschuhläufers»Bobst Roli» sehe ich heute noch vor mir.

Als es – schon Jahrzehnte vor der Symbolfigur Greta – immer schwieriger wurde, ein Natureisfeld im Dorf zu bestellen, das längere Zeit Bestand hatte, setzten die Oensinger Eishockeyfans und Sportler ihre Hoffnungen auf die Finanzkraft des Oensinger Baumeisters Willi Sägesser. Um den dorfbekannten Bürger Bruno Heiniger geschart, unternahmen sie mit fairen Taten und Gesprächen alles, diesen vom regionalen Nutzen einer solchen Anlage zu überzeugen. Warum auch immer: es klappte nicht. Mit der Gründung der Inlinehockey-Clubs Oensingen Roadrunners – nun halt auf Rollen unterwegs – durch Daniel Knuchel und des Unihockeyclubs Oensingen durch Bruno Heiniger retteten die beiden Oensinger ex- Eishockeyaner buchstäblich wenigstens den Hockeystock in die Neuzeit. Die Oensinger anerkennen, dass damit zwei feine Vereine das Dorfleben bereichern, welche jungen Menschen eine Gelegenheit mehr bietet, einen schönen Sport zu betreiben.

Ich daselbst verfolgte den Hockeysport nach Weihnachten in Davos. Der Spengler Cup wirkte übrigens schon immer wie ein Magnet auf junge Oensinger. Der damalige Eishockeyclub Oensingen und Mitglieder des hiesigen Turnvereins liessen es sich nicht nehmen, sich für die Tage mittels Gemeinschaftsfahrten nach Davos karren zu lassen, die Vorstufen des Ballermanns auf eine harmlose Art und Weise einläutend...

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