«Die Schüler verfassen im Verlaufe des Unterrichtsgefässes ‹Selbstgesteuertes Arbeiten› eine selbstständige Projektarbeit», so lautet eine Rahmenbedingung, welche zur Erlangung des Abschlusszertifikates am Ende der Volksschulzeit eingehalten werden muss.

Die Projektbewertung ist daher nebst den Ergebnissen des Leistungstests gegen Ende des 8. Schuljahres und den Erfahrungsnoten des 9. Schuljahres ein wichtiger Teil des Zertifikates.

Keine Klassengrenzen

Die Schüler der 3. Klassen der Sek B und der Sek E inkl. der Sek K (nur eine Schülerin) der Kreisschule Thal am Standort Balsthal stellten sich dieser Aufgabe und hatten während des Winterquartals Zeit, ihre Projekte zu planen, zu realisieren und zu dokumentieren. Lehrer Thomas Jeker war beeindruckt: «Die Zweierteams konnten ohne Probleme klassen- und stufenübergreifend gebildet werden. Das hat mich gefreut.»

An der Schulschlussveranstaltung wurden die Arbeiten präsentiert. Für die Eltern der austretenden Schüler war es spannend zu sehen und zu hören, was die andern Jugendlichen erarbeitet hatten. Jeker bemerkte, dass die Qualität der Projekte sehr unterschiedlich ausgefallen sei. Viele Schüler hätten den Arbeitsaufwand unterschätzt. Noch verbesserungswürdig seien die freie Präsentation der Projekte und das konsequente Führen eines Arbeits- und Lerntagebuches.

Einige speziellere Projekte

In zwei Schulzimmern stellten einige Projektteams den Besuchern ihre Arbeiten vor. So berichteten zum Beispiel Matteo Haefeli und Mirco Reinhardt über den Werdegang ihres Projektes «Kommode mit LED-Beleuchtung».

Nicht ohne berechtigten Stolz meinten die beiden: «Als wir die fertige Kommode vor uns hatten, sah sie besser aus, als wir gedacht hatten.» In einem andern Schulzimmer orientierten Carmela Freitag und Ramona Luder über ihr Projekt «Backwaren und Gebrauchsgegenstände aus Holz herstellen».

Den Erlös von 1590 Franken stellten sie der Kinderkrebshilfe Zürich zur Verfügung. Ismael Ait Baourne und Tanyaporn Sukree präsentieren den «Sky-man»: «Wir wollten das normale Segelflugzeug in eine andere Form umwandeln, die auch fliegen kann.» Die Präsentationszeit war zu kurz, um alle Arbeiten genauer zu betrachten.

Themen wie zum Beispiel «Das weisse Gold», ein Video über den Fussballclub Arsenal, die Einrichtung einer Givebox (eine Art öffentlicher Schrank, in dem Dinge anonym deponiert und verschenkt werden können), «Unsere Schule im Vergleich mit den Entwicklungsländern», «Geheimnisvolle Pyramiden», «Ein Kleid schneidern», «Ein elektrisch gesteuertes Modellhaus» oder «Tierquälerei» zeigten die bunte Vielfalt der Präsentationen auf.

Persönlich verabschiedet

Anschliessend an die Projektvorstellungen fanden die Verabschiedungsfeiern statt. Diese mussten aus Platzgründen an zwei Abenden durchgeführt werden. Musikalisch begleitet wurde die Feier durch den Schülerchor (Leitung: Martin Wüthrich) sowie durch die Schülerband mit Solistinnen.

Schulleiterin Eva Davanzo wandte sich an die austretenden Schüler, darunter auch die Schüler der Sek P, welche bereits nach dem 8. Schuljahr austreten und die Mittelschule besuchen werden: «Wir sind stolz, dass ihr den Abschluss geschafft habt!»

Sie wünschte den Jugendlichen auf ihrem Kurs in die Zukunft Durchhaltewille, Durchstehvermögen und viel Geduld. Die Austretenden mit ihren Anschlusslösungen wurden persönlich vorgestellt und verabschiedet.

Der Spitzenreiter der gewählten Berufslehren ist im Berufsfeld «Kaufleute/Informatik» zu finden. Verabschiedet infolge Pensionierung wurden die Lehrkräfte Thomas Arbenz (Standort Matzendorf) und Roland Stampfli. Durch die Feier führten am Mittwoch Djellza Ademi und Jana Ledermann, am Donnerstag Ceren Turp und Jelena Blatancic.