Die Spitex Gäu hat an ihrer Mitgliederversammlung im Gasthof von Arx Egerkingen über den starken Anstieg der Behandlungspflege informiert. Knapp 20 000 Stunden ärztlich verordnete Krankenpflege hat Spitex Gäu im vergangenen Jahr in ihrem Versorgungsgebiet in den Gemeinden Egerkingen, Härkingen, Neuendorf, Niederbuchsiten, Oberbuchsiten und Oensingen geleistet.

Beeindruckende 12 Prozent mehr krankenkassenpflichtige Leistungen hat sie erbracht. Insbesondere bei der professionellen Wundversorgung und der psychiatrischen Pflege stellt Spitex Gäu einen stetigen Mehrbedarf fest. Täglich sind bis zu 22 Mitarbeitende bei rund 230 Kundinnen und Kunden im Einsatz.

Bereit für Leistungsauftrag

Spitex Gäu erhält von der Gemeindepräsidentenkonferenz Gäu einen neuen Leistungsauftrag. Dieser entspricht dem vom Kanton erarbeiteten Muster-Leistungsauftrag und beinhaltet den Systemwechsel zur leistungsbezogenen Abgeltung von Spitex.

Spitex Gäu erfüllt die vom Kanton definierten Anforderungen an die Grundleistungen, auch im Bereich der Psychiatrie- und Palliative-Pflege. Dank der palliativen Pflege können unheilbare und schwerstkranke Menschen bis ans Lebensende zu Hause leben.

Um diese spezialisierten Dienste auch Leuten zugänglich zu machen, die nicht in der Region wohnen, bietet Spitex Gäu anderen Dienstleistern Zusammenarbeitsformen an. Die vom Kanton verabschiedete Ausbildungsverpflichtung erfüllt Spitex Gäu mit der Ausbildung einer Pflegefachfrau HF und vier Fachpersonen Gesundheit.

Neu gewählt in den Vorstand der Spitex Gäu wurden Fabian Gloor, Gemeindepräsident Oensingen und Kantonsrat, Karin Heimann, Selbständigerwerbende aus Egerkingen sowie Dr. Simon Jörger, Ärztezentrum Leuenfeld in Oensingen. Sie ergänzen die bisherigen Vorstandsmitglieder Yvonne Berner (Präsidentin) und Dieter Hänggi (Vizepräsident) sowie die Geschäftsleiterin Doris Neukomm.

Weiterhin verfolgt Spitex Gäu die kostengünstigere Strategie «ambulant vor stationär» und ermöglicht, dass Menschen auch in einer psychischen Krisensituation, bei Demenzerkrankung oder in der letzten Lebensphase daheim leben können, wie Präsidentin Yvonne Berner erwähnte. (mgt)