Laupersdorf

Aus der ganzen Schweiz reisten die jungen Talente ins Thal

V.l.: Andreas Kamber, Chef-Juror, Marie Carrière, Aegerten (Siegerin Kategorie 2), Peter Dietschi, OK-Präsident, Anna Schultsz, Basel (Siegerin Kategorie 1), und Anastasia Braginskaya, Luzern (Siegerin Kategorie 3).

V.l.: Andreas Kamber, Chef-Juror, Marie Carrière, Aegerten (Siegerin Kategorie 2), Peter Dietschi, OK-Präsident, Anna Schultsz, Basel (Siegerin Kategorie 1), und Anastasia Braginskaya, Luzern (Siegerin Kategorie 3).

Am 45. Musikwettbewerb boten in Laupersdorf junge Talente einmal mehr grandiose Leistungen. Aus der ganzen Schweiz, mehrheitlich aber aus der Nordwestschweiz, waren die jungen Talente mit ihren Familien ins Thal gereist.

Verfolgt wurde der Musikwettbewerb auch von Regierungsrat Roland Heim, der wiederum das Ehrenpatronat des Wettbewerbes übernommen hat. Zuhörer waren auch Heinz L. Jeker-Stich, Präsident des Kantonalen Kuratoriums für Kulturförderung sowie das Gründungsmitglied des Wettbewerbes, Anton Krapf (Mümliswil), der 40 Jahre lang dem Organisationskomitee angehörte.

Dieses Jahr waren bei den Instrumentalisten in drei Alterskategorien 57 Vorträge zu hören. Die Jury mit Andreas Kamber (Solothurn), Ioana Gereb (Basel), Eva Oertle (Basel), Stefania Rizzo (Basel), Kristin Thielemann (Oberhofen), Christian Schiess (Basel), Christian Thurneysen (Basel), Maki Wiederkehr (Zürich) und Susanne Z’Graggen (Solothurn) beurteilte die Vorträge. In den Vortragslokalen waren jeweils 20 bis 50 Zuhörerinnen und Zuhörer anwesend, den Final im Pfarreisaal verfolgten bis zu 80 Personen. Karin Saner (Balsthal) führte als Moderatorin durch den Finalabend. 

Niveau klar gesteigert

Motiviert zur Teilnahme werden die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Musiklehrer oder auch durch ihre Eltern. Viele werden im Internet fündig, dass es in Laupersdorf einen derartigen Wettbewerb gibt, andererseits spielt auch die Mundwerbung eine Rolle. Der Auftritt vor Publikum und den Juroren gibt den meisten nach anfänglichem Lampenfieber eine grosse Befriedigung.

Eine Klasse für sich waren die Vorträge von Anna Schultsz in der Alterskategorie 1 (bis 11 Jahre) sowie von Anastasia Braginskaya (Alterskategorie 3), die beide die hohe Zahl von 78.5 Punkten erreichten. Beide müssen sich nun ein Jahr lang den Wanderpokal teilen. Technisch hervorragend und ausdrucksstark interpretierte Anastasia Braginskaya (Luzern) auf der Klarinette «Tema con variazione» von Jean Francaix. Gefolgt wurde sie von Patricia Blümli (Biel), Alt-Saxofon, und Alma Lussmann (Dornach), Harfe. Die Teilnehmenden des Musikwettbewerbes haben sich auch dieses Jahr sehr gut vorbereitet. Es herrschte ein schönes, teils sehr hohes Niveau. Bewährt hätten sich drei Alterskategorien und die Wettspiellokale, obwohl die jungen Talente in der Kirche mit etwas Nachhall zurechtkommen mussten. Erwünscht wären etwas mehr Blasinstrumente, waren doch im Final mit 12 Vorträgen nur die Instrumente Klavier (6 Vorträge), Violine (2 Vorträge), Harfe (2 Vorträge), Klarinette und Alt-Saxofon (je 1 Vortrag) vertreten.

120 Tambouren-Vorträge

Eine hervorragende Leistung bei den Tambouren zeigte wiederum Stefan Freiermuth (Frenkendorf). Er gewann schon mehrmals Pokale im Einzel- und Gruppenwettspiel am Musikwettbewerb in Laupersdorf und trat als Titelverteidiger an. Mit der Eigenkomposition «Finalissima» holte er hohe 39,90 Punkte (von maximal 40). Die Ränge zwei und drei in der Alterskategorie 2 (ab 17 Jahren) belegten Fabian Egger (Möhlin) und Michael Woodli (Solothurn). Die meisten Kompositionen, die getrommelt wurden, stammen aus der Feder von Ivan Kym oder Roman Lombriser. Als Juroren amteten bei den Tambouren Klemens Lüthi (Halten), Marcel Otter (Balsthal), Marcel Wiesli (Henau) und dieses Jahr zum ersten Mal Urs Gehrig (Basel). Jakob Otter, Ehrenpräsident und Ehrendirigent des Tambourenvereins Laupersdorf-Thal, führte als Moderator durch die Darbietungen. In der Alterskategorie 1 (bis 16 Jahre) siegte Jérome Kym (Möhlin) mit dem Vortrag «Ranasca», komponiert von seinem Vater Ivan Kym und 38,30 Punkten. Da reift ein Ausnahmetalent im Trommeln heran, dies zeigt sich schon jetzt. Insgesamt war in Laupersdorf einmal mehr die Spitze der schweizerischen Trommelvirtuosen am Start. Es war eine Atmosphäre wie bei einem Tambourenfest. Die Technik, die nicht enden wollenden Wirbel, die Leichtigkeit, Dynamik und Präzision waren grandios. Das Niveau ist fast von Jahr zu Jahr höher und die Spitze liegt von Jahr zu Jahr näher beieinander.

29 Gruppen nahmen am Gruppen-Wettspiel teil. Es siegte Gassegötter 1 mit Martin Grätzer, Marcel Loosli und dem Laupersdörfer Benedikt Malzach mit «Basel Nord» von Ivan Kym und 38,30 Punkten. Weitere Preisgelder gewannen der Tambourenverein Solothurn 3 mit Michel Birchmeier, Elia Blöchlinger und Jeffrey Honold sowie die Fasnachtszunft Ryburg (Möhlin) mit Ivan Kym, Jérome Kym und Fabian Egger.

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