Jahresrechnung

Aus dem in Herbetswil erwartetem Minus wurde ein Plus

Die Herbetswiler Jahresrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 88'500 Franken besser als erwartet ab.

Die Herbetswiler Jahresrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 88'500 Franken besser als erwartet ab.

Dank dem erreichten Gewinn entspannt sich die finanzielle Lage in Herbetswil zunehmend.

Nachdem Gemeindepräsident Stefan Müller-Altermatt die 25 Stimmberechtigten begrüsst hatte, erläuterte Gemeindeverwalterin Gabriela Huber die letztjährige Jahresrechnung. Diese schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund 88'500 Franken besser als erwartet ab. Budgetiert hatte die Thaler Gemeinde ein Defizit von knapp 151'000 Franken. Mit dem unerwarteten Gewinn nahm Herbetswil zusätzliche Abschreibungen von 80'000 Franken vor. Der restliche Ertragsüberschuss wurde dem Eigenkapital zugewiesen.

Pro-Kopf-Verschuldung sinkt dank Gewinn

Das Plus ist hauptsächlich auf die höheren Steuereinnahmen, die rund 91'000 Franken über den Erwartungen lagen und den höheren Grundstückgewinn- und Kapitalabfindungssteurern zurückzuführen. Auch die gute Vermietung der Militärunterkunft führte zu Mehreinnahmen. Die Spezialfinanzierungen Wasserversorgung und Abfallbeseitigung schliessen mit einem Ertragsüberschuss ab. Die Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung schliesst mit einem Minus. Die Investitionsrechnung weist bei Ausgaben von rund 484'000 Franken und Einnahmen von rund 495'000 einen Nettoertrag von 11'000 Franken aus. Für die Entschädigung der Bauverwaltung, die Heizung der Schulhäuser, den Unterhalt der Strassen und die Schneeräumung der Bergstrassen musste die Gemeinde Nachtragskredite genehmigen.

Gemeindepräsident Stefan Müller-Altermatt zeigte sich erfreut über den guten Rechnungsabschluss. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass weiterhin eine hohe Verschuldung besteht und der Abbau der Verschuldung fortgesetzt werden sollte. Die Nettoschuld pro Kopf sank von 3586 auf 2796 Franken, was teilweise aber auf das Bevölkerungswachstum zurückzuführen ist. Stefan Müller informierte, dass der Gemeinderat aufgrund des hohen Eigenkapitals beschlossen hat, mit dem Ertragsüberschuss zusätzliche Abschreibungen von 80'000 Franken vorzunehmen.

Nachtragskredite für das aktuelle Budget

Die Gemeindeversammlung musste zwei Nachtragskredite für das Budget 2020 genehmigen: Für die Sanierung Wasserleitung Dünnernbrücke wird ein Nachtragskredit von 45'000 Franken fällig. Für die Sanierung der Wohnung im Gemeindehaus wird ein Nachtragskredit von 50'000 Franken benötigt. Da der langjährige Mieter die Wohnung gekündet hat, wird die Wohnung vor der Neuvermietung saniert.

Die Rechnung der Forst-Betriebs-Gemeinschaft Hinteres Thal schliesst mit einem Gewinn von knapp 90000 Franken. Davon wird ein Drittel an die beteiligten Waldeigentümer ausgeschüttet. Der restliche Gewinn wird dem Eigenkapital zugewiesen. Die FBG tätigte Investitionen über 36'675 Franken. Die anwesenden Stimmberechtigten genehmigten die Abrechnung einstimmig. (mgt)

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