Gemeinderat Matzendorf

Anpassungen an Schulhäusern – Haus am Rainweg soll verkauft werden

Auch die beiden Schulgebäude der Kreisschule in Matzendorf erfahren Sanierungs- und Reinigungsarbeiten, so auch dasjenige an der Rehgasse 10. (Archivbild)

Auch die beiden Schulgebäude der Kreisschule in Matzendorf erfahren Sanierungs- und Reinigungsarbeiten, so auch dasjenige an der Rehgasse 10. (Archivbild)

Matzendorfs Gemeinderat nimmt Anpassungen an den Schulhäusern vor und will eine leerstehende Liegenschaft verkaufen.

Das Thema Schulraum stand im Matzendörfer Gemeinderat zuletzt im Vordergrund. Dabei hat sich gezeigt, dass das Primarschulhaus für den Unterricht als ungenügend empfunden wurde. «Mit dem Lehrplan 21 gibt es gewisse Vorschriften, weil man nebst Lehrer und Klasse mehr separate Räume, zum Beispiel für Arbeitsgruppen- und Einzelunterricht, benötigt», sagt Marcel Allemann, Gemeindepräsident Matzendorfs.

Dafür ist laut Allemann das mittlerweile 60 Jahre alte Schulhaus nicht ausgelegt, weil es nur nach dem Prinzip, ein Zimmer pro Klasse, funktioniert. Die Arbeitsräume wurden gemäss dem Gemeindepräsidenten gemacht, stellt sich noch die Frage, wo die Bibliothek anzusiedeln ist. «Jeden Quadratmeter optimal ausnutzen, das ist momentan unser Fokus für einen guten Unterricht», erläutert Allemann. Das ist insofern die erste Massnahme, die verfolgt wird. In einem zweiten Schritt ist die Erweiterung der Schulräume gemeint, bei der die Gemeinde eine geeignete Lösung sucht. Neu kommen für die Kreisschule laut dem Gemeindepräsidenten ein Physikzimmer sowie soziale Bereiche hinzu. Auch die beiden Schulgebäude der Kreisschule in Matzendorf erfahren Sanierungs- und Reinigungsarbeiten. Die sollen in den ersten drei Wochen der Sommerferien umgesetzt werden. «Dabei wurden 86'000 Franken budgetiert, wobei 83'000 Franken für die Arbeiten eingesetzt werden. Die restlichen 3000 Franken werden als Restbetrag, Reserven benutzt», sagt der Gemeindepräsident.

Welche Gebäude als Erweiterung dienen, wurde umfassend diskutiert. Eine Idee bestand, einen Teil des alten Bezirksschulhauses für den Primarunterricht zu nutzen. Doch die Räumlichkeiten werden schon anderweitig von der Jubla und der Ludothek genutzt. «Ausserdem stellt der Weg dorthin eine Gefahr für Kinder dar, weil diese die Strasse überqueren müssen. Das ist momentan keine Lösung», äussert sich Allemann. Eine andere Möglichkeit hätte vorgesehen, das gemeindeeigene Gebäude am Rainweg 2 zu nutzen. Doch diese Variante bewertete der Gemeinderat wegen der maroden Innenstruktur als unzumutbar. Der Vorschlag sei auch zu teuer. «Dadurch wären die Investitionen zu gross und die Räume sehr knapp, weshalb der Plan verworfen wurde», so der Matzendörfer. Das Kosten- und Nutzenverhältnis hätte somit nicht gestimmt, schätzt Allemann ein.

Eine Funktion als Asylunterkunft verwarf der Rat, da die aktuellen Räumlichkeiten über genügend Platz verfügten. Er möchte deshalb das Gebäude am Rainweg 2 verkaufen. Ob die Bevölkerung gleicher Meinung ist, wird sich an der nächsten Gemeindeversammlung zeigen.

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