An der Umfrage teilgenommen haben 17 Prozent aller Seniorinnen und Senioren (älter als 65 Jahre), die in der Stadt Solothurn leben. Dies schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung. Wichtige Anliegen seien den Befragten die Minimierung der Sturzgefahr im öffentlichen Raum, eine Verbesserung des Velofahrverhaltens der Bevölkerung und die Erweiterung der Sitzgelegenheiten auf dem gesamten Stadtgebiet. Orte, an denen Sturzgefahr besteht, seien entsprechend zu kennzeichnen und bei Treppen seien genügend Handläufe anzubringen.

Die Beleuchtung auf dem Stadtgebietet wird in der Umfrage als ausreichend beurteilt. Hingegen müssen die Trottoirs besser passierbar werden und als störend empfunden werden die Werbetafeln, die den Weg verstellen. Die Ampelschaltung ermögliche das Überqueren der Strasse auch für gehbehinderte Menschen, so die Meinung der Personen, die an der Umfrage teilnahmen. Die städteplanerischen und baulichen Anliegen sind den jeweiligen Fachabteilungen der Stadt Solothurn weitervermittelt worden. Mit der Frage des Ausbaus von Sitzgelegenheiten werden sich der Seniorenrat und die Stadtverwaltung weiter befassen. 

Öffentliche Toiletten sind nicht nur Touristen sondern ganz offensichtlich auch Seniorinnen und Senioren ein vordringliches Bedürfnis. Entsprechend dieser Nachfrage hat die Stadt mit 14 Gastbetrieben Vereinbarungen getroffen und ein Netz von «Netten Toiletten» geschaffen. Ohne Konsumationszwang können diese Toiletten zusätzlich zu den vier öffentlichen WC-Anlagen stets genutzt werden. Dem Anliegen, dass die Anlagen gut sichtbar zu bezeichnen sind, soll vermehrt Beachtung geschenkt werden. 

Im Bereich des Wohnens wird gewünscht, dass für Seniorinnen und Senioren zahlbarer und geeigneter Wohnraum gefördert und ausgebaut wird. Gefordert werden Wohnanlagen für Generationenwohnen, Wohnen mit Dienstleistungen oder Alterswohnungen zu erschwinglichen Preisen. Geschätzt werden die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die Niederflurbusse und vor allem die aufmerksamen Buschauffeure, die am Randstein anhalten, damit das Ein- und Aussteigen besser möglich wird. 

Anstrengungen beibehalten

Die für die Auswertung der Meinungsumfrage verantwortliche Fachstelle Pro Senectute empfiehlt der Stadt, ihre Anstrengungen im Altersbereich beizubehalten. Die Broschüre «Älter werden in Solothurn», die in Zusammenarbeit mit Pro Senectute durch die Stadt ausgearbeitet wurde und als Nachschlagewerk gedacht ist, muss weiterhin aktualisiert und der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. 

Die Seniorinnen und Senioren fühlen sich eng mit der Stadt Solothurn verbunden und möchten da möglichst lange wohnen bleiben, so den Konses der Befragten. Der Seniorenrat empfiehlt den Stadtbehörden, dass altersdurchmischtes Wohnen nicht nur über private Investoren gefördert wird, sondern, dass auch die öffentliche Hand Verantwortung übernimmt, um allen Bevölkerungsgruppen insbesondere der älteren Generation gerecht zu werden. Es besteht Interesse an regelmässiger Information zu Wohn- und Dienstleistungsangeboten und Veranstaltungen. Die Seniorinnen und Senioren der Stadt Solothurn fühlen sich bei Dienststellen wie Post, Bank, Stadtverwaltung grösstenteils respektvoll und freundlich behandelt, heisst es weiter.

Der Seniorenrat wird sich in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung weiterhin für die Anliegen der älteren Generation einsetzen. So sollen neue Wohnungen den Ansprüchen der Seniorinnen und Senioren gerecht werden und in Solothurn soll es sich «gut leben lassen». (mgt)