Stadtcasino Baden
Solothurn soll ein Casino bekommen: Stadtpräsidentin Stefanie Ingold sieht grosses Potenzial

Das Stadtcasino Baden will sein Angebot erweitern und in Solothurn ein Casino aufbauen. Unklar ist, wo genau es hinkommt und ob sich die Stadt daran beteiligen würde.

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Nach den Plänen der Stadtcasino Baden Gruppe soll bald auch in Solothurn gespielt werden können.

Nach den Plänen der Stadtcasino Baden Gruppe soll bald auch in Solothurn gespielt werden können.

Fabio Baranzini

Grosse News für die Region: Das Stadtcasino Baden will in Solothurn ein Casino eröffnen. Es wäre nach Baden und dem geplanten Casino in Locarno der dritte Standort. Während es in Baden und Locarno bereits ein Casino gebe, betrete man in Solothurn Neuland, heisst es in der Mitteilung des Casino Baden vom Freitag. In der Region Solothurn gibt es bisher keinen solchen Ort, weiss auch Jürg Altorfer, Verwaltungsratspräsident der Stadtcasino Baden Gruppe.

«Wer sich die Karte und die Verteilung der Schweizer Casinos anschaut, dem bleibt nicht verborgen, dass in der Region zwischen Basel, Bern, Baden und Luzern ein Markt und damit die wirtschaftliche Basis für ein Casino besteht.»
VR-Präsident Grandcasino Baden: Jürg Altorfer.

VR-Präsident Grandcasino Baden: Jürg Altorfer.

Sandra Ardizzone

Stadtpräsidentin Stefanie Ingold im Austausch

Entsprechend habe die Gruppe bei den Stadtbehörden vorsondiert und sich der Unterstützung durch die Stadt Solothurn versichert. Das bestätigt auch Stadtpräsidentin Stefanie Ingold, man sei seit einigen Wochen im Gespräch. Für sie sei es entscheidend, dass mit einem Casino in Solothurn auch weitere Ziele der Stadtentwicklung aufgegriffen werden können. Man sei beispielsweise an einer Kombination mit einem Hotelbetrieb sehr interessiert.

Stadtpräsidentin Stefanie Ingold.

Stadtpräsidentin Stefanie Ingold.

Corinne Glanzmann

Das Casino stärke, so Ingold weiter, über das eigentliche Spielangebot hinaus mit zusätzlichen Kultur- und Unterhaltungsangeboten die Region. Die Stadtcasino-Baden-Gruppe habe versprochen, sich in das soziokulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Geflecht in Solothurn einbetten zu lassen.

In Baden erzielt das Casino eine jährliche Wertschöpfung von 100 Millionen. Die Stadt Solothurn werde durch das Angebot attraktiver und auch das regionale Gewerbe profitiere, ist sich Stefanie Ingold sicher.

Konkreter Standort noch offen

Unklar ist hingegen, ob sich die Stadt an einem Casino beteiligen würde. Gemäss Mitteilung hat die Gruppe der Stadt Solothurn eine Minderheitsbeteiligung angeboten. Ingold hat dazu noch keine abschliessende Meinung, der Punkt müsse diskutiert werden.

Ein konkreter Standort in Solothurn ist allerdings noch nicht gefunden, heisst in der Mitteilung weiter. Man habe sich über verschiedene Standort-Ideen ausgetauscht, sei auch bereits in Gesprächen. Entschieden sei allerdings noch nichts.

Die Stadtcasino Baden Gruppe will das Casino Locarno im Kursaal übernehmen.

Die Stadtcasino Baden Gruppe will das Casino Locarno im Kursaal übernehmen.

Stock&people / Imago

In Locarno ist man diesbezüglich schon einen Schritt weiter. Die Mietverträge für den historischen Kursaal sind bereits unterzeichnet. Diese gelten ab dem Jahr 2025.