Solothurn

Stadt reisst Haus ab − kommt nun doch noch die Überbauung?

Das baufällige Haus an der Dornacherstrasse 10 wird bald abgerissen.

Das baufällige Haus an der Dornacherstrasse 10 wird bald abgerissen.

Die Stadt Solothurn lässt das Einfamilienhaus an der Dornacherstrasse 10 abreissen.

Es ist nicht das einzige Haus entlang der Strasse, das etwas schütter daherkommt. Doch nun soll es von der Bildfläche verschwinden. Die Rede ist vom Einfamilienhaus an der Dornacherstrasse 10, das nicht nur aufgrund des hohen Gitters davor wenig einladend wirkt. Die Stadt Solothurn, beziehungsweise das Stadtbauamt lässt das Haus abreissen, wie der Baupublikation zu entnehmen ist und Andrea Lenggenhager, die Leiterin des Stadtbauamtes auf unsere Nachfrage hin bestätigt.

«Das Gebäude ist in einem schlechten und baufälligen Zustand. Es kann in einem solchen Zustand nicht vermietet werden», erklärt Lenggenhager den Grund für den Abbruch. Das Gebäude befinde sich schon lange im Besitz der Stadt, ist aber seit einiger Zeit nicht mehr bewohnt. Sobald die Baubewilligung vorliege und rechtskräftig sei, soll mit dem Abriss begonnen werden. Es sei aber bereits eine Einsprache gegen das Projekt eingereicht worden und die Frist laufe noch bis zum 29. Juni. Diese dürften aber vermutlich am Schicksal des alten Hauses nichts ändern, spricht doch grundsätzlich nichts gegen den Abbruch. Das Haus ist weder geschützt, noch bewohnt, noch von besonderem Wert.

Stadt hat ambitionierte Pläne für die Nachbarschaft

Es stellt sich aber doch die Frage, was die Stadt mit dem Abriss des Hauses bezweckt. Soll auf dem Grundstück ein neues Haus zu stehen kommen und vermietet werden? Oder gibt es gar andere Pläne für das Grundstück?

«Von Seiten der Stadt wäre es wünschenswert, dass das Grundstück zusammen mit den Nachbarliegenschaften zu einer gesamtheitlichen und dichten Bebauungsstruktur entwickelt wird und diese den Dornacherplatz von Süden her räumlich definiert», erklärt Lenggenhager die Vision der Stadt. Das ist nicht das erste Mal, das diese Idee angesprochen wird. Bereits früher einmal war von Überbauungsplänen gemäss Perron 1 die Rede. Doch damals sperrte sich einer der Nachbarn gegen die Pläne der Stadt. Das Haus, welches gleich neben dem Abriss-Objekt liegt und als einziges der Strasse nicht so recht in die Reihe der maroden Hütten passt, befindet sich in Privatbesitz und der Eigentümer wollte sein Grundstück nicht verkaufen. Der bevorstehende Abbruch des besagten Hauses sowie die Bemerkung Lenggenhagers lässt aber die Diskussion um die Überbauungspläne der Stadt wieder aufkommen.

Meistgesehen

Artboard 1