Bürgergemeinde Solothurn
St. Verenakapelle wird nach Brand für 432'000 Franken gesamtsaniert

Die St. Verenakapelle der Einsiedelei kann für 432'000 Franken nach einem Brand gesamtsaniert werden. Die Bürgergemeinde Solothurn hat das Vorhaben bewilligt. Weitere Themen waren das Weingut in Le Landeron, die Altersheime und das Budget.

Drucken
Teilen
Die Verenakapelle nach dem Brand vom 1. März
7 Bilder
In dieser Ecke brannte es.
Einsiedler greift rasch zum Feuerlöscher Am Mittwoch brannte es in der Verenaschlucht in der Kapelle der Einsiedelei. Der Einsiedler reagierte schnell und konnte Schlimmeres verhindern.
Russ am Boden
Auch an der Decke hat der Russ Schaden angerichtet
Die verkohlte Verenakapelle

Die Verenakapelle nach dem Brand vom 1. März

TeleM1

Ein Funkenflug einer brennenden Kerze hatte am 1. März 2017 einen Brand in der Kapelle ausgelöst. Obwohl das Feuer im hinteren Teil der Kapelle rasch gelöscht werden konnte, entstand vor allem infolge der starken Rauch- und Russentwicklung ein grosser Schaden im ganzen Innenraum der Kapelle.

Die Reinigung der betroffenen Flächen wies sich gemäss Angaben der Bürgergemeinde Solothurn als äusserst aufwändig, da die Oberflächen zum Teil sehr heikel sind und eine Reinigung nicht ohne sofortige nachfolgende Sanierung möglich ist.

Jetzt wurde das Thema anlässlich der Bürgerversammlung unter Präsident Sergio Wyniger behandelt. Kostenfolge des Schadens: 432'000 Franken.

Rund die Hälfte der Kosten für die Gesamtsanierung, nämlich 220'000 Franken, deckt die Bürgergemeinde aus dem Paul L. Feser-Fonds. An den Aufwendungen beteiligen sich auch die kantonale Gebäudeversicherung mit 60‘543 Franken, die kantonale Denkmalpflege mit knapp 60'000 Franken sowie eine Versicherung mit 8900 Franken. Die noch offen bleibenden 50'000 Franken sollen durch Spenden gedeckt werden.

Nachdem Martin Frei einige «Spezialitäten» erläutert hatte, stimmte die Versammlung einstimmig zu.

Waldpark Wengistein beschäftigte die Bürger

Die Bürgerversammlung hat 2008 einem Projekt «Waldpark Wengistein» zugestimmt. Es sah Kosten von 1'015'000 Franken vor, die zu 70 Prozent durch Fremdfinanzierung gedeckt werden sollten. Das Projekt wurde nicht realisiert und deshalb der Versammlung ein Rückkommensantrag vorgelegt. Um die Attraktivität des auch historisch bedeutenden Naherholungsgebietes zu erhalten, muss die in die Jahre gekommene Infrastruktur aufgewertet werden, ein regelmässiger Unterhalt tut Not.

Das von Forstbetriebsleiter Gian-Andrea Lombris vorgestellte Konzept sieht Ausgaben von insgesamt 305'000 Franken vor. Davon entfallen 170'000 Franken auf die Sanierung (der Lions-Club hat 20'000 Franken zugesagt) und 135'000 Franken auf den Unterhalt in den kommenden zehn Jahren. Dazu sollen höchstens 305'000 Franken dem Kulturfonds entnommen werden. Die Anträge wurden einstimmig gutgeheissen.

Qualitätsprobleme bei der Domaine de Soleure

Der Weinmarkt hat sich drastisch verändert und in der Domaine de Soleure, dem Weingut der Bürgergemeinde, wurden in letzter Zeit keine zukunftsträchtigen Investitionen mehr getätigt. Zudem beginnt sich der Klimawandel auszuwirken, indem mit einem Teil der heutigen Rebsorten nicht mehr die notwendige Qualität erzielt werden kann.

Rebkommissionspräsident Martin Sterki erklärte das auf einem Strategiepapier des Betriebsleiters Christoph Kaser basierende Weiterentwicklungskonzept mit den Schwerpunkten neue Rebsorten sowie Ersatz von Heizung und Tankanlagen in Le Landeron. Zur Realisierung wurde ein Kredit für die erste Etappe bis 2023 von 280'000 Franken bewilligt.

Markante Verbesserung gegenüber Budget

Die Bürgergemeinde rechnet laut Finanzverwalter Claude Tschanz für 2020 mit einem Defizit von 204'115 Franken über alle Teilrechnungen – eine markante Verbesserung gegenüber dem laufenden Budget, wozu vorab Verwaltung und Weingut beitragen. Sorgenkind bleibt das Altersheim mit einem Budgetdefizit von rund 300'000 Franken.

Als Investitionen sind vorgesehen: Verenakapelle 58'000 Franken, Perimeterbeiträge Bellach Ost 140'000 Franken und Ausarbeitung eines Vorprojektes für eine Holzschnitzelheizung im Steinbruchareal 30'000 Franken. Der Mittelabfluss wird mit 730'000 Franken beziffert.

Bürgergemeindepräsident Sergio Wyniger bedankte sich für die im abgelaufenen Jahr geleisteten Arbeiten bei allen Mitarbeitenden, bei den Kommissionsmitgliedern sowie den Bereichsleitenden, insbesondere beim Forstbetriebsleiter Gian-Andrea Lombris, der leider in seine bündnerische Heimat zurückkehre – man lasse ihn nicht gerne gehen. (mhs/sda)

38 Personen erhielten das Solothurner Bürgerrecht

Die Bürgerversammlung erteilte sechs schweizerischen Staatsangehörigen das Bürgerrecht von Solothurn: Es sind dies Michael Keck, Michael Kiefer, Urs Meyer mit seiner Frau Sabine, Catherine Meyer sowie Christoph Meyer.

Folgenden ausländischen Staatsangehörigen wurde das Bürgerrecht zugesichert, das mit der Erteilung des Kantonsbürgerrechts in Kraft tritt: Mohamed Amr Fahmi Abdulla, Nenad Andjelic, Mario Arlovic, Felix Burkhardt, Robert Cierny, Giampiero Cudde, Giuseppe Fiore mit der Ehefrau Monica sowie den Kindern Naima und Samuele, Eda Hekimoglu, Joachim Höppke, Jasmina Mitucic mit dem Ehemann Dragan, Valentina Patrono mit dem Ehemann Miguel Chaves Gentil und den Kindern Giacomo und Giulia, Fikrete Racipi, Monjil Rahman, Jasmin Schwantner, Melahat Semiz mit den Töchtern Sinem und Gizemnur, Magdalena Slatincic, Dilaynur Tasdemir, Tedros Tesfai, Mouhamed Yussef, Elena Zafarana mit dem Ehemann Eugen Maier und den Kindern Emanuele und Eva. (mhs.)

Aktuelle Nachrichten