Abstimmung

Solothurn will seine Badi auf den neusten Stand bringen

Der Garderobentrakt im Hintergrund muss saniert werden. (Archiv)

Der Garderobentrakt im Hintergrund muss saniert werden. (Archiv)

Dem Sanierungskredit von 7,2 Millionen Franken für die Badi Solothurn erwuchs an der Urne kaum Opposition ‑ 86,7 Prozent waren dafür.

Das Resultat ist eindeutig, aber nicht überraschend: Solothurn sagt schon fast mit einem «DDR-Resultat» von 86,7 Prozent Ja zur Badi-Sanierung in zwei Etappen. 42,9 Prozent der Stimmberechtigten gingen an die Urne, davon votierten 4234 für und nur 649 gegen das Vorhaben. «Damit liegen wir auf dem Niveau der vorherigen Sachabstimmungen zu Kultur-Anliegen, was den Stellenwert des Sports in Solothurn beweist», freute sich Stadtpräsident Kurt Fluri über das klare Resultat, dass auch auf die komfortabele Finanzlage der Stadt zurückzuführen sei.

Dem nun genehmigten Kredit von noch 7,2 Mio. Franken hatte die Gemeindeversammlung schon im Dezember oppositionslos zugestimmt, zumal bereits 3,5 Mio. Franken vorfinanziert sind. Damit könne man auch den nächsten Urnengängen zu Schulhaussanierungen optimistisch entgegensehen, so Fluri weiter.

Duschen und Toiletten sind ein Hauptthema

Mit dem «Ja» zum Kredit können nun die nächsten zwei Sanierungsetappen in der Badi realisiert werden. Stadtbaumeister Hans Luder hatte damals östlich des «neuen» 50-Meter-Sportbeckens den langen Garderobentrakt in Nord-Süd-Richtung sowie anschliessend gegen die Aare das Kassen- und Restaurantgebäude inklusive der Duschen, WCs und Angestelltenräume errichtet. Diese Baukörper sind nun sanierungsbedürftig und weisen so viele Mängel auf, dass nur noch eine Gesamtsanierung in Frage kommt.

Mit der Sanierung in zwei Etappen sollen nicht nur die bestehenden Mängel behoben, sondern die Bauten auch energetisch optimiert werden. So entspricht beispielsweise die Anzahl Duschen bei weitem nicht den Anforderungen des Bundesamtes für Sport, stehen doch heute stehen nur je vier Duschen zur Verfügung, nach der Sanierung sollen es je 16 sein. Auch ihre Anordnung wie diejenige der Toiletten wird geändert und besucherfreundlicher gestaltet.

Auch das Restaurant wird aufgepeppt

Ebenso sollen im Restaurant zwei Besuchergarderoben erstellt werden. Dessen Infrastruktur wird völlig erneuert und das Flachdach über dem Kiosk künftig begehbar sein. Die wichtigste Neuerung dürfte jedoch der Einbau eines Lifts sein, womit das Erreichen des Restaurants endlich auch hindernisfrei möglich wird. Nächsten Winter wird der lang gestreckte Garderobentrakt Priorität geniessen. An dessen nördlichem Ende werden neu die Garage und Werkstatt untergebracht, was neu eine direkte Anbindung an den Parkplatz ermöglicht.

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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