Solothurn
«Reden ist Silber, Schreiben Gold»: Ein Buch mit 11 sprichwörtlichen Solothurner Geschichten

Im zehnten Band der Buchreihe der Regio Energie Solothurn werden Sprichwörter in Beziehung zu Solothurn gesetzt.

Fabio Vonarburg
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Illustration zur Solothurner Geschichte «Eine Hand wäscht die andere».

Illustration zur Solothurner Geschichte «Eine Hand wäscht die andere».

Illustration: zvg/Jürg Orfei

Wer einen Zeitungsartikel über ein Buch schreibt, das von Redewendungen handelt, für den drängt es sich auf, mit einer Redewendung in den Text einzusteigen. Die Wahl fällt hierbei nicht zufällig auf «Ein Bild sagt mehr als tausend Worte». Denn auch im neuesten und zehnten Band der Buchreihe «Solothurner Geschichten» der Regio Energie Solothurn sind es die Illustrationen, die zu allererst auffallen. Wie bereits im Vorjahr zeichnet sich für diese Jürg Orfei verantwortlich.

«Reden ist Silber, Schreiben ist Gold. 11 sprichwörtliche Solothurner Geschichten» heisst der neuerschienene Band, der im Bücher Lüthy erhältlich ist. Die Autorinnen und Autoren haben über Sprichwörter nachgedacht, sich überlegt, wie sich diese zu Solothurn in Beziehung setzen lassen.

Christoph Wetterwald nahm sich dem Sprichwort «Eine Hand wäscht die andere» an. Seine Geschichte erzählt von Professor Fritz Ignaz Flury, der im 19. Jahrhundert im Vorstadtspital praktizierte. Als er erkennt, dass Händewaschen die Übertragung der «Solothurner Grippe» reduziert, lanciert er eine Flugblattaktion. Zu lesen ist: «Manus manum lavat - eine Hand wäscht die andere.» Für jede saubere Hand gebe es ein halbes, für beide ein ganzes Weggli. Wie sich Illustrator Jürg Orfei die Szene vorstelle, ist im Bild unten zu sehen.

Die Illustration von Jürg Orfei zur Redewendung und Geschichte: «Der frühe Vogel fängt den Wurm.»

Die Illustration von Jürg Orfei zur Redewendung und Geschichte: «Der frühe Vogel fängt den Wurm.»

Illustration: zvg/Jürg Orfei

Nebst Wetterwald haben zum aktuellen Band auch Gregor Wild, Eliane Merz, Markus Leuenberger, Mira Westerhuis sowie Samira Sofia Beiträge beigesteuert. Dies unter der redaktionellen Leitung von Reto Sperisen. Wer sich ihr Werk zu Gemüte führt, der erfährt etwa, was das Sprichwort «Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt» mit einem Besuch auf dem Märet zu tun hat. Eine andere Geschichte geht der Frage auf den Grund, warum das Sprichwort «Aller guten Dinge sind drei» typisch solothurnerisch ist.

Hinweis: «Reden ist Silber, Schreiben ist Gold - 11 sprichwörtliche Solothurner Geschichten»: Zu kaufen im Bücher Lüthy für 29 Franken.