Mehrgenerationen-Spielplatz
Solothurn hat jetzt einen Mehrgenerationen-Spielplatz

«Grobe Sicherheitsmängel» lautete das fatale Ergebnis einer Studie im Jahr 2010 zum Spielplatz im Stadtpark. Am Donnerstag wurde nun der erste «Mehrgenerationenspielplatz» der Deutschschweiz offiziell eingeweiht.

Daniel Fasel
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Der Spielplatz befindet sich direkt neben der reformierten Stadtkirche.
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Vorher war der Platz eben, jetzt gibts Wellen.
Mehrere Generationen sollen sich auf dem Platz vergnügen können.
Mehrgenerationenspielplatz neben der reformierten Kirche: Jetzt ist er offiziell eröffnet

Der Spielplatz befindet sich direkt neben der reformierten Stadtkirche.

Daniel Fasel

«Mehrgenerationenspielplatz» - eine spezielle Bezeichnung. «Es soll ein Begegnungsort von Jung und Alt sein», sagt die Initiantin des Projektes Guda Hess. Als Geschäftsführerin der solothurnischen Quartierspielplätze beschäftigt sie sich mit dem öffentlichen Raum.

Und zusammen mit einer Gruppe von Interessierten kam sie zum Schluss: Ein Spielplatz soll nicht nur für Kinder attraktiv sein, sondern auch für deren Begleiter - egal welchen Alters. «In der Türkei oder in Portugal findet man solche Spielplätze überall», so Hess. In der Deutschschweiz sei es der erste öffentlich Zugängliche.

Alle Sinne ansprechen

Ungewöhnlich, ja futuristisch sieht der Spielplatz aus: Kahle Metallstäbe und rasenbewachsene Hügel dominieren. Doch der Platz bietet mehr. Verschiedene Sinne würden angesprochen, sagt Landschaftsarchitekt Clemens Basler.

Ob rutschen, schaukeln oder bewegen - es werden immer verschiedene Sinne angesprochen. Für die Senioren gibt es Murmeltische oder Gewichtssäulen, wo leichtes Koordinations- und Muskeltraining möglich ist. Und für Jugendliche bietet der Platz eine trendige Slackline.

Durchdachtes Konzept

Die Studie im 2010 bedeutete das Aus für den alten Spielplatz. Aus drei Projekten zur Neugestaltung entschied man sich für die Hügel: «Dies passt am Besten in den Stadtpark», so Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt.

Seit letztem September wurden Erdhügel aufgeschüttet, Rasen gesät und Geräte montiert. 180 000 Franken habe die Renovation insgesamt gekostet, so die Leiterin des Stadtbauamtes. Warum Hügel? Für Kinder sei dies ein kleines Paradies, weil es viele Möglichkeiten und Spielvarianten biete, meint Clemens Basler. Und auf dem Stadtpark neben der Kirche könne man nicht irgendein Spielplatz machen.

Gegenseitige Kontrolle

«Wir hoffen, dass der Platz nun aktiv genutzt wird», erklärt Andrea Lenggenhager. Wie bei allen öffentlichen Plätzen sei auch da ein wenig gegenseitige Kontrolle wichtig. Je mehr Nutzer, desto mehr soziale Kontrolle. Derselben Meinung ist Guda Hess. Sie zeigt sich zufrieden mit dem neuen Spielplatz und ist überzeugt: «Interaktionen zwischen Generationen bringen eine Gesellschaft weiter.»

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