Solothurn

Solidarität, die unter die Haut geht: Tattoo-Studio startet Spendenaktion für Bars

Das Dark-Haus-Team vor seinem Studio in der Altstadt: Becker Salmen, Lorena Leuenberger, Noemi Salmen und Jörg Leuenberger (v.l.).

Das Dark-Haus-Team vor seinem Studio in der Altstadt: Becker Salmen, Lorena Leuenberger, Noemi Salmen und Jörg Leuenberger (v.l.).

Das Tattoo-Studio Dark Haus in der Solothurner Altstadt organisiert eine Spendenaktion für die Gastronomie in der Coronakrise.

Erst gerade letzten Herbst hat das Tattoo-Studio Dark Haus seine Türen geöffnet, trotz Coronapandemie. Nicht die einfachste Zeit für eine Geschäftseröffnung. «Aber es ist immer noch besser, als gar nicht arbeiten zu können», erklärt Jörg Leuenberger, Mitinhaber des Studios. Trotz der Krise dürfen sie glücklicherweise noch Kundinnen und Kunden bei sich begrüssen, meint er. Sie würden es zwar bei jeden neuen Einschränkungen wieder merken, dass sie weniger Kundschaft haben.

Die Restaurants und Bars hätten aber ein härteres Los gezogen, und es sei auch nicht abzusehen, dass das besser werde. Deswegen organisiert das Tattoo-Studio eine Spendenaktion, die wortwörtlich unter die Haut geht: Übernächste Woche kann man sich bei ihnen ein Tattoo stechen lassen und das Studio spendet 70 Prozent des Preises an ausgewählte Bars in der Stadt.

Dafür stellt das Studio die Motive zur Verfügung: Die Tattoos sollen nicht grösser als fünf mal fünf Zentimeter sein und auch nicht zu kompliziert zum Stechen. «Wenn jemand aber ein grösseres haben will, dann sind wir offen dafür», sagt Leuenberger. Ein reguläres Solidaritäts Tattoo – oder Soleure-itäts Tattoo, wie sie es nennen – kostet 150 Franken und dauert ungefähr 30 Minuten zum Stechen.

Leuenberger hofft, dass sie 120 Tattoos stechen können. Da würden knapp 13'000 Franken für die Bars zusammenkommen.

Auch sonstige Spenden sind jederzeit willkommen.

Teil des Erlöses sollen neun Bars bekommen

Es sei unmöglich, alle Bars mit dieser Aktion unterstützen zu können. «Wir wollen auch, dass die Betriebe einen Betrag bekommen, mit dem man etwas machen kann», so Leuenberger. An dieser Aktion sind das Café & Bar Barock, gassbar, No 19, Heinz, the shipyards pub, Dock, Red John Irish Pub, Cafébar Landhaus und Santas Oase beteiligt. Die Bars haben sie nicht systematisch ausgesucht.

«Symbolisch vereint gegen Covid-19», steht auf der Facebook-Seite des Studios geschrieben. «Zusammen können wir diese Krise besiegen», ist Leuenberger überzeugt. Das vereinende Bild würde Becker Salmen, der Tattoo-Künstler des Studios, stechen.

Dass Salmen allein die 150 Bilder stechen kann, bezweifelt Leuenberger nicht. Falls ein weiterer Tätowierer sich an der Aktion beteiligen will, freuen sie sich über die zusätzliche Unterstützung. Klar ist, dass die Aktion genau und sorgfältig organisiert werden muss, damit sie die Schutzmassnahmen im Studio einhalten können.

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