Der «Prix d'honneur» zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich abseits des Rampenlichts für den Schweizer Film einsetzen. Er ist mit 10'000 Franken dotiert und wird jeweils im Rahmen der diesjährigen Solothurner Filmtage überreicht.

Dieses Jahr geht er an Giorgia De Coppi. «Der ,Prix d’honneur’ der 54. Solothurner Filmtage ehrt mit Giorgia De Coppi erstmals eine Regieassistentin und mit ihr einen Beruf, der in der Öffentlichkeit kaum Aufmerksamkeit geniesst», wird Seraina Rohrer, Direktorin der Solothurner Filmtage, in einer Mitteilung zitiert.

Die Regieassistenz erfülle eine eigentliche Scharnierfunktion bei der Umsetzung einer künstlerischen Vision. «Sie jongliert nicht nur mit Storyboards, Drehplänen oder Budgets, sondern arbeitet auf dem Set mit dem gesamten Filmteam», so Rohrer.

Seit bald 20 Jahren halte die Aargauerin Regisseurinnen und Regisseuren wie Sabine Boss, Stefan Haupt oder Christoph Schaub «den Rücken frei», schreiben die Filmtage.

«Der Preis freut und ehrt mich sehr»

Preisträgerin Giorgia De Coppi freut sich über den Preis. «Meine Arbeit ist ausserordentlich vielseitig, kein Projekt gleicht dem anderen, ganz zu schweigen von den immer neu zusammengesetzten Crews. Der ‹Prix d’honneur› freut und ehrt mich sehr.»

Die Tochter italienischer Eltern kam 1963 in der Schweiz zur Welt und wuchs in Baden auf, wo sie im Kino Royal ihre Liebe zum Film entdeckte. Sie studierte Kunstgeschichte und Romanistik und lebt heute in Rom. Als Regieassistentin arbeitete De Coppi für Christoph Schaub ("Giulias Verschwinden"), Stefan Haupt ("Utopia Blues") oder Markus Imhoof ("Eldorado"). Auch international feierte sie Erfolge, etwa als zweite Assistentin von Paolo Sorrentino ("Youth"). (ldu/sda)