Bundesfeier in Solothurn

Pirmin Bischof: «Tragen wir wieder Selbstbewusstsein!»

Ständerat Pirmin Bischof hielt beim Soldatendenkmal die Worte zum Bundesfeiertag.

Ständerat Pirmin Bischof hielt beim Soldatendenkmal die Worte zum Bundesfeiertag.

Ständerat Pirmin Bischof bekräftigt in seiner Festrede zum 1. August in Solothurn die Schlüssel zum Schweizer Erfolg.

Schnelle Rhythmen von den Solothurner Tambouren, Musik von der Blaskappelle Konkordia und festliche Stimmung erwarteten die Gäste der Solothurner Bundesfeier am Abend des
1. August. An diesem 725. Geburtstag der Schweiz sei nicht allen Menschen auf der Welt zum Feiern zu Mute, sagte Ständerat Pirmin Bischof, der an diesem Abend die Festrede hielt.

Er erwähnte Terroranschläge, verschuldete Staaten und den Putschversuch in der Türkei. «Dürfen wir den 1. August denn überhaupt feiern?», fragte Bischof und lieferte gleich darauf die Antwort: «Selbstverständlich: Ja!» Dazu erzählte er dem Publikum von drei trainierbaren, «schweizerischen Übungen» zum Erfolg.

Den Kleinstaat aufrechterhalten

«Undenufe statt Obenabe» war die erste Übung von Bischof. «Wichtige Entscheide werden nicht von oben, von Politikern, diktiert, sondern von unten beschlossen», so der Solothurner Gemeinderat. Sein Beispiel dazu: das Fusionsprojekt von fünf Solothurner Gemeinden, das diesen Februar vom Volk abgelehnt wurde – obwohl die Behörden sich dafür ausgesprochen hatten.

Dieses Beispiel zeige, wie einfach und wirksam die direkte Demokratie sei, auch wenn Parlamentarier aus anderen europäischen Ländern das nicht verstünden. Der Schweizer Kleinstaat, die Werte in diesem Land und die Bevölkerung seien aber zu verteidigen. Gleichzeitig sei Terrorismus und das, was die Sicherheit in der Schweiz gefährdet, zu bekämpfen.

Innovativ und offen bleiben

Als zweite Übung stellte der Ständerat den Gästen «Füre statt hindere» vor. Schon seit Jahrzehnten geniesse die Schweiz einen wirtschaftlichen Vorsprung, fuhr der Solothurner Gemeinderat fort. Um diesen Erfolg beizubehalten brauche es Offenheit in der Gesellschaft – für Ideen und Menschen aus anderen Ländern und Kulturen. Schwierigkeiten seien nicht zu bejammern, sondern schnell zu beseitigen – deshalb pries der Ständerat auch «Beweglichkeit».

«Selbst den Frankenschock von 2015 hat die Schweizer Industrie bemerkenswert schnell und innovativ bewältigt», so Pirmin Bischof. Zudem seien Schweizer Werte wie Zuverlässigkeit oder Präzision seit jeher die Schlüssel für ein Erfolgsland.

Optimismus und Stolz zeigen

Die dritte Übung von Bischof: «Chopf ufe». «Wenn ich Modeschöpfer wäre, würde ich für die kommende Saison vorschlagen: Tragen wir wieder Selbstbewusstsein!» In der Schweiz gebe es allen Grund dazu. «Tiefe Arbeitslosigkeit, praktisch keine Schulden, hoher Wohlstand, hohe Sicherheit ohne Polizeistaat und intakte Umwelt», führte der Ständerat aus. Für all dies werde die Schweiz von der Welt beneidet.

Bischof legte den Gästen daher nahe, diese Werte und die drei Übungen aus seiner Rede an diesem Abend und auch künftig zu trainieren. Zum Abschluss wünschte er einen «durchtrainierten und frohen August». Nach diesen sportlichen Anregungen Bischofs ging die Bundesfeier mit farbenfrohem Feuerwerk festlich zu Ende.

Oooh. Aaah. #switzerland #bundesfeier #1august #solothurn #feuerwerk #fireworks

Ein von Maria Brehmer (@marie__oui) gepostetes Video am

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