Solothurn

Nur wenige haben überhaupt auf die Umfrage zur Altstadtsperre reagiert

Kein grosses Thema: Die Anfang 2012 eingeführte erweiterte Altstadtsperre.

Kein grosses Thema: Die Anfang 2012 eingeführte erweiterte Altstadtsperre.

Die Stadt- und Gewerbevereinigung hat diesen Sommer eine Umfrage zur Altstadtsperre gestartet. Der Rücklauf ist aber gering: Lediglich 35 Geschäfte und Restaurants haben geantwortet.

Die Stadt- und Gewerbevereinigung Solothurn SGSo hatte sie angestossen, der Gemeinderat sie dann in verschärfter Form beschlossen: die erweiterte Altstadtsperre. Denn der Rat war nicht auf den Vorschlag eingetreten, nur im Sommer bereits ab 11.30 Uhr (vorher 13.30 Uhr) die Innenstadt für den Kundenverkehr und Anlieferungen zu sperren, sondern hatte dies gleich ganzjährig beschlossen.

Anfang 2012 trat das neue Regime in Kraft, etliche Gewerbetreibende in der Innenstadt machten die Faust im Sack und ergriffen Massnahmen wie einen erweiterten Kundenlieferdienst, da über den Mittag keine gekaufte Ware mehr mit dem Auto abgeholt werden kann.

Offenbar kein Riesenproblem

Die Stadt- und Gewerbevereinigung wollte aber wissen, wie ihre Mitglieder mit den verschärften Rahmenbedingungen klarkämen, und starteten diesen Sommer eine Umfrage. Etliche dachten wohl, «es hat eh keinen Wert», viele andere aber beschäftigt das Problem nicht sonderlich – jedenfalls erntete der an alle 530 SGSo-Mitglieder versandte Fragebogen nur ein Echo von 35 Antworten. Immerhin waren dies rund 20 Prozent der direkt im betroffenen Perimeter tätigen Geschäfte.

Für die SGSo lässt dies den Schluss zu, dass die Regelung «mehrheitlich zu keinen nennenswerten Einschränkungen geführt hat».

Etwas anders beurteilen dies jedoch die 35 antwortenden Geschäfte: Nur 5 sehen die Sperrzeiten positiv («bringt mehr Vorteile») – darunter dürften vor allem Restaurants sein. 10 Betriebe werten die Neuregelung neutral, 18 dagegen negativ («bringt mehr Nachteile»). 2 Antworten fielen zu diesem Punkt leer aus. Anlieferungsprobleme und Auswirkungen auf das Warensortiment sahen 16 Einsender nicht, 9 stufen sie als «unbedeutend» ein, 8 dagegen als «einschneidend».

Die Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit beurteilten 13 Teilnehmer als gleichbleibend, 12 dagegen negativ («schwächer») und nur 2 positiv. 8 Geschäfte liessen die Beantwortung leer. Die vierte Frage lautete, ob die Ausnahmebewilligungen für die Zufahrt und Anlieferungen problemlos gewährt würden.

Eine klare Mehrheit von 20 Geschäften bejahte dies, 9 Betriebe fanden, Ausnahmebewilligungen gebe es nicht einfach so. 6 Geschäfte legten bei diesem Punkt leer ein. (ww)

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