Solothurn

Nur ein Lebensmittelmarkt: Die Kühe müssen am diesjährigen Chästag im Stall bleiben

Chästag 2019

Falls es die Vorschriften zulassen, können auch diesen September Regionalprodukte am Chästag gekauft werden.

Chästag 2019

Der Chästag vom 3. September in der Solothurner Vorstadt wird Stand heute durchgeführt. Wegen der Coronapandemie jedoch als reiner Lebensmittelmarkt.

Wer ist die schönste Kuh in Solothurn? Das ist jedes Jahr eine der wichtigsten Frage, die es am Chästag zu klären gibt. Dieses Jahr wird es aber nichts mit der tierischen Misswahl, die Kühe bleiben im Stall. Grund ist, wie so oft in letzter Zeit, die Coronapandemie.

Schweren Herzens müsse heuer auf ein Rahmenprogramm verzichtet werden, schreiben die Organisatoren des Chästags in einer Medienmitteilung. «Da weder Alpabzug noch Viehschau coronakonform durchgeführt werden können». Auch musikalische Unterhaltung sowie Gastrobetriebe wird es an der diesjährigen Ausgabe keine geben.

Wegen Corona zurück zum Ursprung

Stattdessen wird der Chästag am 3. September, vorausgesetzt die Vorschriften lassen es zu, als reiner Lebensmittelmarkt mit Regionalprodukten durchgeführt. Ganz wie zu Beginn der Erfolgsgeschichte, die in diesem Jahr einen runden Geburtstag feiern kann. Vor zehn Jahren ist der Chästag aus einem Themenmarkt des Buechibärger Märet entstanden. Seither findet er jeweils am 1. Donnerstag im September statt.

Im Laufe der Jahre hat er sich zu einem weitherum bekannten Genussfest mit Rahmenangeboten und Attraktionen entwickelt. Das Hauptziel des Anlasses ist es, eine Plattform für den Verkauf von Regionalprodukten zu bieten. Dies werde auch im Jubiläumsjahr so beibehalten, schreiben die Organisatoren und versprechen eine unvergleichliche Käsevielfalt sowie diverse weitere regionale Lebensmittel.

Marktstände sind heuer auf dem Kreuzackerplatz

Nebst dem wegfallenden Rahmenprogramm wurden wegen der Coronapandemie weitere Anpassungen vorgenommen. «Wir gehen raus aus den Gassen der Vorstadt. Das ist zwar schade wegen des Ambiente, aber der Kreuzackerpark bietet mehr Platz», lässt sich der Präsident des Chästags, Robert Flückiger aus Kyburg-Buchegg, in der Mitteilung zitieren. Die Marktstände würden auf dem Kreuzackerplatz und entlang der Aaremauer von der Rötibrücke bis zum Standesamt stationiert sein, mit einem Take-away-Bereich auf dem Kreuzackerplatz. Die Marktfahrer seien froh über die Durchführung eines schlanken Chästags. Die provisorische Anmeldung hat ergeben: Von den rund 40 bisherigen Standbetreibern werden praktisch alle auch unter diesen besonderen Bedingungen kommen.

Noch laufen gemäss den Organisatoren diverse Abklärungen mit der Solothurner Stadtpolizei für die Bewilligung sowie mit dem Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA), welches die Coronasituation überwacht. Auch eine ersatzlose Absage des Anlasses sei bei einer erneuten Verschärfung der Vorschriften nicht ausgeschlossen, heisst es in der Mitteilung weiter. Auf der Website www.chaestag.ch wird laufend über den Stand der Dinge informiert. (fvo)

Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

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