Gemeinderat Solothurn

Noch ist die neue Doppelturnhalle Hermesbühl nicht perfekt

Der bisherige Trakt mit dem Hallenbad soll 2015 abgerissen werden.

Der bisherige Trakt mit dem Hallenbad soll 2015 abgerissen werden.

Auch der Gemeinderat Solothurn ist für die Weiterbearbeitung des Siegerprojekts für eine neue Doppelturnhalle im Hermesbühlt. Das Projekt muss aber noch in einigen Punkten überarbeitet werden.

Zumindest finanziell der grösste Brocken, der am Dienstagabend im Gemeinderat zur Debatte stand, war das Siegerprojekt «Tripiti» für die neue Doppelturnhalle im Hermesbühl, das nun bis im Oktober 2013 zum eigentlichen Projekt weiterbearbeitet werden soll. Kritikpunkte sind laut Andrea Lengggenhager, Leiterin Stadtbauamt, die Ausgestaltung der Südfassade betreffend Hitzedämmung, die anschliessende Böschung und damit die Gestaltung des Aussenraums sowie die Überarbeitung der Übergänge zum bestehenden Schulhausgebäude.

Visualisierung des Siegerprojekts „Tripiti“

Visualisierung des Siegerprojekts „Tripiti“

«Die Termine sind noch nicht genau festgelegt», meinte Lenggenhager auf die Frage nach der Urnenabstimmung. «Spätestens im März 2015 oder im Dezember 2014», meinte die Bauchefin im Hinblick auf den einzigen Fixpunkt: 2015 soll der jetzige Turnhallenbau mit Hallenbad abgerissen werden, nachdem der Gemeinderat rundsätzlichen auf einen Ersatz des dortigen Leerschwimmbeckens verzichtet hatte.

Sicher wird es bei einem Kostenrahmen von 11 Mio. Franken zu einer Urnenabstimmung kommen, ansonsten erwuchs dem «pragmatischen Projekt» (SP-Beurteilung) mit seinen übereinander angeordneten Turnhallen und gleich angeordneten Geräteräumen keine Opposition.

Stadttheater unter Schutz gestellt

«Eine logische Folge nach den Funden im letzten Sommer» sei nun die Unterschutzstellung des Stadttheaters, meinte ebenfalls Andrea Lenggenhager zu diesem Traktandum, das auch unbestritten blieb.

Einzig von CVP-Seite wurde die Frage aufgeworfen, was mit der ebenfalls zu schützenden «Umgebung», der nun aufgetauchten Barockmalereien gemeint sei – und spielte damit einmal mehr auf die bei der Partei ungeliebte, schon früher beanstandete Regiekabine oben auf der Estrade an. Eine Frage, die abschliessend nicht beantwortet wurde, aber am Entscheid zur Unterschutzstellung nichts änderte.

Leises Unbehagen war beim ersten Geschäft des Abends spürbar: Hans Bühlmann hatte Einsprache gegen den Gestaltungsplan zum Sauser-Areal geführt, und die Eigentümerin, die Sasolim AG, hatte einigen kleineren Änderungen im Plan zugestimmt und sich damit bilateral mit Bühlmann auf einen Rückzug der Einsprache geeinigt.

Daran stiess sich nicht nur Gaston Barth als Leiter des städtischen Rechtsdienstes, der bemerkte, über Einsprachen befinde der Gemeinderat. «Und wer Recht bekommt, der bekommt dann halt Recht, indem die Einsprache gutgeheissen wird.» Etliche Parteiensprecher sahen das genauso.

Autofreier Klosterplatz?

Einige Parteien besetzten zweieinhalb Wochen vor den Gemeinderatswahlen noch kurzfristig das politische Terrain mit eingereichten Vorstössen. Der wohl gewichtigste: die längst in den Raum gestellte Motion der SP, die einen völlig parkplatzfreien Klosterplatz verlangt, ja sogar ein Gestaltungs- und Nutzungskonzept für den Platz mit seinem «grossen Potenzial». Die Partei stütze sich dabei auf eine Umfrage auch beim Gewerbe ab, die ein deutliches «Ja» zum autofreien Platz ergeben habe.

Der Klosterplatz war Anfang der neunziger Jahre durch einen expliziten Gemeinderatsschluss von der Aufhebung aller oberirdischen Parkplätze in der Altstadt ausgenommen worden. Die Aufhebung der übrigen Parkplätze hatte danach zu einem zehnjährigen juristischen und politischen Hickhack geführt.

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