Solothurn

Kinderspielplätze der Stadt sind veraltet - Gemeinderat fordert eine Sanierung

Die Gemeinderatssitzungen finden aufgrund der Schutzmassnahmen bezüglich Corona vorübergehend im Kantonsratssaal statt.

Die Gemeinderatssitzungen finden aufgrund der Schutzmassnahmen bezüglich Corona vorübergehend im Kantonsratssaal statt.

Der Gemeinderat fordert, dass die öffentlichen Spielplätze der Stadt von einer Fachstelle geprüft und allenfalls neu gestaltet werden.

Die meisten Spielplätze in der Stadt seien in die Jahre gekommen, veraltet und wirken wenig einladend. Sie seien monoton gestaltet und würden zu wenig Möglichkeit zum kreativen Spielen lassen. So das Argument. Aus diesem Grund haben die Fraktionen der CVP/GLP, der Grünen und der SP die Motion «Kinderfreundliche Spielräume in der Stadt Solothurn» eingereicht, welche an der Gemeinderatssitzung am Dienstag nun behandelt wurde. Die Motion fordert, dass die bestehenden öffentlichen Spielräume der Stadt von einer Fachstelle auf ihre Kinderfreundlichkeit geprüft werde und anhand dieser Analyse eine gesamtstädtisches Spielraumkonzept erstellt werde.

Nachdem der Spielplatz auf der Chantierwiese aufgrund von Sicherheitsmängeln im November 2018 geschlossen wurde, hat die Stadt einen Spezialisten beauftragt, der die Spielplätze überprüft habe. Zudem ist eine Spezialfirma beauftragt worden die Plätze jährlich zu inspizieren, führt Stadtpräsident Kurt Fluri in der schriftlichen Stellungnahme aus. Von den derzeit 30 bestehenden Spielplätzen in der Stadt sind der Mehrgenerationenspielplatz bei der Reformierten Kirche, der Spielplatz Eichenweg, der Spielplatz Fichtenweg-Ahornweg und einige der Plätze bei Schulanlagen bereits saniert worden. Und auch beim Kinderspielplatz Chantier ist die Neugestaltung derzeit Thema. Aus diesen Gründen sieht das Stadtbauamt keinen Handlungsbedarf und auch das Stadtpräsidium empfiehlt, die Motion für nicht erheblich erklären zu lassen, schliesst Fluri seine Ausführungen.

Abstimmung zeigte: Motion wird breit unterstützt

Mit dieser Antwort gaben sich die Motionsstellerinnen und -steller allerdings nicht zufrieden. «Man merkt, dass den Spielräumen keine grosse Bedeutung beigemessen wird», sagt etwa Franziska Baschung von der CVP. Man wünsche sich qualitativ hochwertige und kinderfreundliche Spielplätze über das Stadtgebiet verteilt und für Kinder jeden Alters. Auch die FDP und die SP-Fraktion sprachen sich für die Motion aus. Laura Gantenbein von den Grünen merkte an, dass die von Fluri angesprochene Überprüfung der Spielplätze nur die Sicherheit betreffe, was zwar ein wichtiger, aber nur einer der vielen Aspekte sei.

Lediglich die SVP-Fraktion bekundete ihre Unterstützung für den Antrag von Stadtpräsident Fluri. So wurde die überparteiliche Motion in der Schlussabstimmung ohne grosse Überraschung mit 19 zu 5 Stimmen bei 5 Enthaltungen für erheblich erklärt. Die Voten sorgten aber wiederum bei Fluri für Unverständnis. «Wir leben doch nicht in einer Betonstadt.» Solothurn besitze viele Grünflächen. Mit Wald, Pärken und Aare biete die Natur für die Kinder genügend Spielräume.

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