Perspektive Solothurn-Grenchen

Kapuzinerkresse gegen finanzielle Nöte: Spendeaktion zu Gunsten der Perspektive Solothurn-Grenchen

Fototermin mit über 1000 Pflanzen: Karin Stoop, Geschäftsleiterin Perspektive Region Solothurn-Grenchen und Urs Bucher, Verwalter des Kapuzinerklosters Solothurn.

Fototermin mit über 1000 Pflanzen: Karin Stoop, Geschäftsleiterin Perspektive Region Solothurn-Grenchen und Urs Bucher, Verwalter des Kapuzinerklosters Solothurn.

Die Perspektive Solothurn-Grenchen verteilt am kommenden Samstagsmarkt über 1000 Töpfe mit Pflanzen. Damit will die Organisation zu einer Spendeaktion zu ihren Gunsten aufrufen.

Über 1000 Kapuziner sind am nächsten Samstag am Märet auf dem Kronenplatz anzutreffen. Trotz Corona? Nein, nicht trotz, sondern wegen Corona. Anwesend sind aber nicht leibhaftige Kapuzinermönche, sondern Pflanzen – blühende Kapuzinerkresse. In über 1000 Pflanzentöpfen. Marktbesucher erhalten die bepflanzten Töpfe mit der Bitte um eine Spende zu Gunsten der Organisation Perspektive Region Solothurn-Grenchen. Denn diese leidet wegen der Coronakrise unter finanziellen Schwierigkeiten. Geschäftsleiterin Karin Stoop sprach vor einem Monat im Gespräch mit dieser Zeitung von finanziellen Einbussen, «die wir aus eigener Kraft nicht mehr auffangen».

Mehr Ausgaben und weniger Einnahmen

Der Organisation, die Menschen, die nicht selbstständig zurechtkommen, betreut und begleitet, fehlen wegen der Coronakrise rund 200'000 Franken. Dies aus zwei Gründen: Einerseits bot die Gassenküche einige Wochen gratis Take-away-Menus an. Andererseits fielen die Arbeitseinsätze, welche die Klienten der Organisation leisten, während des Lockdowns komplett aus. «Entsprechend auch die Einnahmen», heisst es in der Medienmitteilung der Perspektive.

Auf die Idee mit der Kapuzinerkresse kam nicht die Organisation selber, sondern Urs Bucher, Verwalter des Solothurner Kapuzinerklosters. Er hatte kürzlich 1000 Töpfe von der Stiftung Brändi geschenkt erhalten und diese mit Kapuzinerkresse bepflanzt, dessen Samen das Gartenhaus Wyss in Zuchwil gespendet hat. Mit der Idee der Spendenaktion traf er bei der Perspektive auf offene Türen.

Wie Geschäftsführerin Karin Stoop betont, bedeutet die Aktion keinesfalls die Lösung der finanziellen Probleme, sondern sie trage lediglich zur Linderung bei. «Und die Spendenaktion gibt uns die Möglichkeit, den Leuten unsere derzeitige Situation zu erklären», sagt Stoop. Die Perspektive wird mit mindestens zehn Personen am Märet vor Ort sein.

Perspektive Region Solothurn-Grenchen hofft auf die finanzielle Unterstützung von den Gemeinden. 50 hat die Organisation angeschrieben, von den meisten steht die Rückmeldung noch aus, gibt Stoop Auskunft. Einige hätten jedoch bereits zugesichert, der Perspektive unter die Arme zu greifen. (fvo/mgt)

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