Solothurn

In der Solothurner Vorstadt entsteht eine moderne Schule für 1200 Lernende

Am Donnerstag haben Vertreter von Kanton und Stadt mit dem offiziellen Spatenstich das Startzeichen zum Neubau für das Berufsbildungszentrum (BBZ) Solothurn-Grenchen gegeben.

Seit einigen wenigen Wochen tut sich was auf dem Areal zwischen dem Dornacherhof und der Gewerblich-Industrielle Berufsschule (GIBS) in Solothurn. Entlang der Niklaus-Konrad-Strasse sind die alten Werkstattgebäude abgerissen worden, zudem fuhren Maschinen auf, um den Bauplatz vorzubereiten.

Am Donnerstag nun haben Vertreter von Kanton, Stadt und des beauftragten Architekturbüros mit dem offiziellen Spatenstich das Startzeichen zum Erweiterungsbau für das Berufsbildungszentrum (BBZ) Solothurn-Grenchen gegeben.

Unterstützt wurden sie dabei von zahlreichen Lernenden und Studierenden der GIBS, der Kaufmännischen Berufsschule (KBS) sowie des Erwachsenenbildungszentrums (EBZ). Einem lebendigen Grundriss gleich vermittelten diese einen Eindruck von der Dimension ihrer neuen Schule.

Im Herbst 2016 bezugsbereit

Geht alles nach Plan, werden im Herbst 2016 alle Schüler und Lehrer der Kaufmännischen Berufsschule sowie des Erwachsenbildungszentrums von der Liegenschaft «Rosengarten» in die neuen Räumlichkeiten übersiedeln.

Ein neues Schulzuhause finden im Neubau auch die Berufsmaturanden der Gewerblich-Industriellen Berufsschule, wie Bildungsdirektor Remo Ankli am Donnerstag ausführte. Insgesamt werden in der neuen Schule rund 1200 Lernende für die Berufswelt gewappnet, dazu kommt eine wachsende Zahl von Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern in der Erwachsenenbildung.

«Die Schule wird ein Meilenstein sein für die Solothurner Bildungslandschaft», würdigte Remo Ankli die Bedeutung des Neubaus. Selten zudem werde die Wirkung von Bildungsausgaben so augenfällig und greifbar.

«Die Kosten für die Bildung sind ja in aller Regel durch immaterielle Faktoren bedingt und führen oft zu kontroversen Diskussionen», stellte der Bildungsdirektor mit Blick auf die kontroversen Schulreform-Debatten schmunzelnd fest.

Ankli bezeichnete den Berufsschul-Neubau zudem als «Bekenntnis zu einer starken Berufsbildung». Gut 70 Prozent der Schulabgänger absolvieren eine berufliche Grundbildung. Die neue Schule verstehe sich deshalb vor allem auch als «kompetenter Berufsbildungspartner» für Gewerbe und Industrie.

Ankli verwies in diesem Zusammenhang auf den Ausbau des Dachstocks der Gewerblich-Industriellen Berufsschule. Im Verlauf des letzten Jahres sind hier topmoderne Ausbildungs-Labors für Polymechaniker, Konstrukteure und verschiedene Sanitärberufe entstanden.

Baugrund genau untersucht

Noch freilich steht die neue Schule nicht. Am 14. Juli starten die Aushubarbeiten und Anfang Oktober wird der Baukran aufgestellt. Baudirektor Roland Fürst gab sich am Donnerstag zuversichtlich, dass die neuen Räumlichkeiten im Herbst 2016 tatsächlich bezugsbereit sind.

Er hielt Rückblick auf die Projektgeschichte, die über alles gesehen «schnell und reibungslos» vonstatten gegangen sei (siehe Text ganz rechts). Gebremst worden sei das Vorhaben durch zwei Einsprachen gegen den Teilzonen- und Gestaltungsplan, was den Baubeginn um rund ein Jahr verzögert hat. Die Projektarbeiten seien in dieser Zeit aber nicht stillgestanden, unterstrich Fürst.

So wurden etwa umfassende Abklärungen zum Baugrund vorgenommen. «Damit sollten wir jetzt von unliebsamen Überraschungen verschont werden». Eine gewisse Herausforderung für die Ingenieure bleibe sicher das Grundwasser. Zudem könnten einzelne archäologische Funde gemacht werden. «Bis Ende 2015 wird der Rohbau fertiggestellt sein», so Fürst.

Bis Herbst 2016 folge dann der Innenausbau. «Der Neubau wird einen Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung der Vorstadt leisten», ist der Baudirektor überzeugt. Die neue Schule umfasst fünf Geschosse.

Im Untergeschoss ist das Gebäude mit der GIBS verbunden. Besonders berücksichtigt werde im Neubau die Nachhaltigkeit. Den Kanton kostet der Bau ca. 20,1 Mio. Franken, die Stadt Solothurn 2,2 Mio. Franken. Fürst: «Damit aber ist die neue Schule nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wirtschaftliches Projekt.»

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