Solothurner Wetter

Im Oktober wechselten sich golden und grau ab

Der "Indian Summer" hält diesmal über der Aare ungewöhnlich lange an.

Der "Indian Summer" hält diesmal über der Aare ungewöhnlich lange an.

Überdurchschnittlich viel Regen, aber auch Wärme kennzeichneten den Oktober 2019 in der Region Solothurn. Der Schnee, der sich sonst im zweiten Herbstmonat erstmals zumindest auf den Jurahöhen blicken lässt, war diesmal gar kein Thema.

Der Oktober 2019 markiert einen weiteren zu warmen Monat in der seit Jahren anhaltenden Trendkurve. Mit einer Durchschnittstemperatur von 12,2 Grad lag er um 2,7 Grad über dem langjährigen Mittel. Bemerkenswert: Gleich warm oder eben kühl war der Mai gewesen, der einzige deutlich zu kalte Monat im bisherigen Jahresverlauf. Der Oktober hatte aber auch viel Regen im Gepäck: 160,5 Liter oder Millimeter pro Quadratmeter waren es im Wallierhof Riedholz gewesen, immerhin noch 140 in Solothurn selbst. Mit diesem Niederschlagstotal deutlich über der Norm dürfte sich die nach einem weiteren trockenen Sommer angespannte Situation in den Wäldern etwas entspannt haben – zumal auch der November schon recht nass unterwegs ist.

Spätsommer-Feeling und Starkregen

Das Wechselbad der Gefühle eröffnete der Oktober bei 20 Grad und leichten Regenfällen. Pflotschnass gestaltete sich dagegen das erste Wochenende. Auch die Woche darauf blieb es recht feucht, ja am 9. Oktober fielt mit 27 Litern pro Quadratmeter innert weniger Stunden die Tagesrekordmenge des Monats. Das zweite Oktober-Wochenende sah dagegen zwei wunderschöne, nebelfreie Spätsommertage, wobei am Sonntag, 13. Oktober, fast ein bisschen «Badi-Sehnsucht» aufkam. Schon am Dienstag darauf standen die Schleusen des Himmels aber wieder offen, und bis am Sonntag waren erneut zwischen 40 und 50 Liter Regen heruntergekommen.

Nun wurde der Wettercharakter für einige Tage ruhiger, doch hielten sich zähe Hochnebel- und Nebelfelder auch ganztags - bei Temperaturen immer noch weit im zweistelligen Bereich. Zum Monatsende wurde es zwar wieder feucht und kühler, aber von Frost oder Schnee keine Spur, auch nicht auf dem Jura. So freuten sich die Pilzfans über eine noch immer reiche Ernte in den bis jetzt bunt gebliebenen Wäldern – das Laub hält sich ungewöhnlich lange.

Der Winter lässt noch auf sich warten

Auch wenn es nun aufs Wochenende erstmals bis 1000 Meter hinab etwas Schnee geben könnte – ein Wintereinbruch, der diesen Namen verdient, ist derzeit kaum in Sicht. Die Temperaturen verharren zwar bis in die nächste Woche hinein im einstelligen Bereich und dürften am frühen Morgen gegen Null tendieren. Doch schon übernächstes Wochenende könnte sich vorübergehend ein mildes «Martini-Sömmerchen» einstellen.

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Autor

Wolfgang Wagmann

Wolfgang Wagmann

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