«Darf ich bitten?»

«Ich war ein echter Tanzmuffel»: Florian Ast trainiert in Solothurn für TV-Show

Musiker, Songwriter, Produzent... das ist Florian Ast. Jetzt lernt er für die SRF-Show «Darf ich bitten?» auch noch Tanzen. Im Studio in Solothurn wird zusammen mit seiner Tanzpartnerin hart gearbeitet.

Auf der Bühne am Mikrofon, da fühlt er sich wohl. Auf dem Tanzparkett im dritten Stock eines Geschäftshauses an der Bielstrasse sieht man Florian Ast hingegen die Anspannung an. Gebannt schaut er auf sein Spiegelbild, bearbeitet seinen Kaugummi. «Du hast deine Füsse nicht geschlossen», meint Tanzpartnerin Valery Reuser nach einem Element Cha Cha Cha. Konzentration. Und noch einmal von vorne.

Reuser ist geduldig. Seit Mitte November arbeitet die Tänzerin, Tanzlehrerin, Choreografin und Europameisterin 2017 im «Disco Fox Jack and Jill» mit Ast an Choreografien. In der zweiten Qualifikationssendung der SRF-Show «Darf ich bitten?» am 14. März (siehe Kasten), hat der 44-jährige Musiker seinen ersten Auftritt. Da wird er zwei Tänze präsentieren: Einen Contemporary zu «Uf immer uf di» mit Artistin Nina Burri und den Cha Cha Cha zu «Uptown Girl» mit Valery Reuser. 

Dass er zu einem Mundartsong tanzen darf, war seine Bedingung für die Teilnahme. Wenn das SRF-Team den Prominenten schon die Tanzstile zuteilte, wollte er zumindest einen seiner Herzenssongs aussuchen. Und dieser Wunsch wurde ihm gewährt. «Ich habe den Song ‹Für immer uf di› von Patent Ochsner zum ersten Mal im Auto gehört, gleich Büne Huber angeschrieben und ihm gratuliert.» Damals war noch gar nicht bekannt, dass Florian Ast in einer Tanzshow mitmachen wird.

Der Walzer gefällt ihm am Besten

Zum Zeitpunkt der ersten Show sollten alle sechs Tänze sitzen, denn der Final ist nur zwei Wochen später angesetzt. An diesem Ziel arbeiten Florian Ast und seine Tanzpartnerin täglich ein paar Stunden. Der Sänger ist zufrieden mit seiner Lehrerin. «Ich hatte Glück mit ihr», meint er. Am besten gefällt ihm der Walzer. «Das bedeutet für mich Tanzen», sagt Ast, hebt die Arme und beginnt sich gleich zu drehen. «Wenn man richtig im Schwung ist, befindet man sich in einer anderen Welt.» Mit dem in lateinamerikanischen Tänzen geforderten Hüftschwung habe er mehr Mühe. 

«Das macht Spass»: Florian Ast trainiert in Solothurn für die Tanz-Show «Darf ich bitten?» von SRF

«Das macht Spass»: Florian Ast trainiert in Solothurn für die Tanz-Show «Darf ich bitten?» von SRF

Im Interview erzählt der Sänger, wie intensiv trainiert wird, welches sein liebster Tanz ist und womit er am meisten Mühe hat. Damit er neben dem Training noch Musik machen kann, leidet der Schlaf.

Vor dem Start der Proben habe er das Tanzen nur besungen, aber nie selbst getanzt. «Ich war ein richtiger Tanzmuffel. Sogar an meiner Hochzeit habe ich mich geweigert zu tanzen.» Das Training fing deshalb ganz vorne an. Er habe zuerst lernen müssen, zu schreiten und männlich zu gehen. «Ich weiss, dass ich nicht der beste Tänzer bin», gibt er zu. Und die Konkurrenz? Die und den Wettbewerb an sich interessieren Florian Ast nicht. «Ich schaue weder nach links, noch nach rechts.» Das Tanzen mache ihm einfach Spass. «Es ist für mich eine neue Erfahrung, die mich sehr motiviert.» Damit er seinen Lieblingstanz Walzer präsentieren kann, muss er in die zweite Runde kommen. Er hofft deshalb auf viele Stimmen im Zuschauervoting.

Tochter will Tanz-Videos von Papa sehen

Neben dem Tanz- und Krafttraining probt Florian Ast noch mit seiner Band in Solothurn, deshalb kommt momentan der Schlaf etwas zu kurz. Der Weg in die «super härzige» Stadt Solothurn ist für den Musiker «gäbig», denn er lebt in Bettlach. Zeit für die Familie bleibt momentan nicht viel. «Ich habe zwei Kinder von zwei Frauen, und das macht alles noch ein bisschen schwieriger. Aber ich habe meine Kinder sehr gerne.» Tanzen mit Papa steht weniger auf dem Programm. «Meine Tochter möchte auf dem Handy schauen, wie Papa tanzt. Das ist süss.»

Florian Ast freut sich, wenn er sich nach der TV-Show wieder voll auf die Musik konzentrieren kann. Und hier hat er schon eine Idee. «Mich würde reizen, das Tanzen in die Musik einzubauen.» Ast denkt da an Tänzerinnen auf der Bühne. Seinen neu erlernten Hüftschwung kann er ja dann beim eben erschienenen Song «Costa Rica» präsentieren.

Bis dahin gilt es aber hart weiter zu trainieren. Tanzlehrerin Valery Reuser möchte noch oft den «Speicherknopf» bei Florian Ast drücken, wenn dieser ihre Erklärungen richtig umsetzt. 

Der Song «Costa Rica» von Florian Ast ist am 14. Februar erschienen.

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