Solothurner Fasnacht

Honolulu schnürt ein stattliches Päckli an Fasnachtszeitungen

Postheiri und Hudibars sind weitere Fasnachtszeitungen.

Postheiri und Hudibars sind weitere Fasnachtszeitungen.

Seit Donnerstagabend spriessts dank «Dr Hudibras», dem «Postheiri» und dem «Amzblatt» wieder in Hololulus Presselandschaft.

Welche A- , B- und C-Promis haben heuer die zweifelhafte Ehre, in Honolulus Narrenblättern als Protagonisten zu erscheinen? Welche Ereignisse werden mit gebührendem Spott aufgearbeitet? Und über welches Politikum werden närrische Worte verloren?

Ein Blick in die Bezahlblättli «Dr Hudibras» und «Postheiri», ferner auch in die Gratispublikation «Amzblatt» (s. Kasten rechts) verrät eines: Die narrenfreien Tage zwischen dem Aschermittwoch 2019 und Hilari 2020 lieferten wieder reichlich Kanonenfutter für die Fasnachtspresse.

Diverse Feten kriegen ihr Fett weg

Über zwei Seiten vergiesst «Dr Hudibras» närrische Tinte – und zwar zu einem der Grossereignisse – der «Fête des Vignerons». Naheliegenderweise wird da die Entourage aus Solothurn fast lückenlos durch den Kakao, – Pardon! – Wein gezogen und das Vehikel gen Vevey zum «Alb-Traumschiff» erkoren. In Häppchen eingestreut kann die Strohhut-Delegation auch im «Postheiri» einige Zeilen über sich selbst lesen.

Apropos Grossereignisse: In beiden Blättern sind der Wiedereröffnung des Kurhauses Weissensteins Buchstaben und Pixel gewidmet: über Verpflegungsengpässe und «Weg-Weiser», über dreckige Wanderschuhe, die Farbkommunikation der «drei hellsten Solothurner» und die ideale Energieversorgung «ufem Bärg.» Weil Kinder am ehrlichsten sind, widmet sich im «Postheiri» gar ein fiktiver Schulaufsatz dem Thema – lässt jedoch kein gutes Haar am Kurhausbetrieb.

Auch der Spurenausbau fürs Bipperlisi an der Baselstrasse hats in beide Blätter geschafft – nachdem die andere Narrenzeitung «11 minuten» das Thema bereits in einer Illustration verwertet hatte. Ebenfalls in schöner Cartoon-Aufmachung erspäht man die «Doppel-Lisi-Talibahn» im «Postheiri». Ein Wimmelbild, das zum Verweilen und Entdecken einlädt, währenddem «Dr Hudibras» ein rigides «Verchehrsmanätschemänt» postuliert.

Wird Grenchen an den Kanton Bern verschenkt?

Ach ja: Auch das Allzeit-Lieblingsthema der Solothurner Fasnächtler darf keinesfalls fehlen. Tuts auch nicht. «Dr Hudibras» blickt gen Westen und sinniert über den neu budgetierten «Dienschtchare» der Grenchner Stadtpolizei, während der «Postheiri» die relevante Führungserfahrung von Stapi Scheidegger in dessen früheren Tätigkeit als Präsident der Stadtmusik Solothurn vermutet. Übrigens: Selbiges Grenchen soll bei der von Alex Capus geforderten Auflösung des Kantons Solothurn als Schenkung an die Berner gehen, findet «Dr Hudibras.»

Dieser greift als weiteren Lachgaranten den «dicken Chlapf» von «Schlucht-Ranger» und Einsiedler Michael Daum auf und schlägt vor, zu diesem Zweck im Erdgeschoss der Verenakappelle eine Autoeinstellhalle zu realisieren. Und dem Fototermin fürs heurige Regierungsrats-Fotti im «Gunschtmuseum» widmen die «Hudibrässler» gar einen kleinen Fotoroman.

Von den Kelten zu den Krokussen

Als wären Fasnachtsschreiber nicht ohnehin schon Chronisten, fasst der «Postheiri» anlässlich der 2000-Jahr-Festivitäten unter dem Titel «Von Scandalodurum zu Semperflurum» die zwei Jahrtausende in einem Zeitstrahl zusammen: von den Kelten bis zum Jahr 2022: «1 post Curtum», dem Jahr nach Kurt Fluris Abgang. Noch weiter in die Zukunft, nämlich ins Jahr 2035, greift die Konzertansage fürs «wirklich wirklich allerallerallerletze Verblühen» des Rock-Blüemlis «Krokus», zu sehen auf Abschiedstournee in diversen Seniorenheimen bei Kaffee und Kuchen.

Im «Postheiri» darf natürlich auch der städtische Spaziergang von Hilarius Immergrün und Elisi nicht fehlen. Dieser führt vorbei an ökologisch-feministisch-antiautoritären Untiefen, gesucht wird ein sechsbeiniger Tiefbauverhinderer namens Juchtenkäfer.

Und wer regelmässig im städtischen Schulmagazin «Schuljus» schmökert, wird auf der letzten Seite des «Postheiris» was zum Schmunzeln finden. Eine Steilvorlage: Schuldirektorin Schori schafft es laut Narrenzunft in die «Vogue», nachdem sie sich turnusgemäss für jede Ausgabe des «Schuljus» seitenfüllend ablichten lässt. Ehre, wem Ehre gebührt...

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