Höherer Energieverbrauch
Regio Energie Solothurn blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Kühler Frühling und durchzogener Sommer haben dazu beigetragen

Die Regio Energie Solothurn konnte das Geschäftsjahr 2021 wieder solide abschliessen. Die Solothurner Energiedienstleisterin weist ein Jahresergebnis von knapp 4,4 Millionen Franken aus.

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Regio Energie Solothurn konnte im Geschäftsjahr 2021 sogar Rekorde verzeichnen.

Regio Energie Solothurn konnte im Geschäftsjahr 2021 sogar Rekorde verzeichnen.

Andreas Kaufmann

Die Regio Energie Solothurn hat ihr Geschäftsjahr 2021 erneut mit einem positiven, soliden Jahresergebnis abschliessen können, wie die Energiedienstleisterin mitteilt. Sie verzeichnet ein Jahresergebnis von knapp 4,4 Millionen Franken. Die Zahlen positiv beeinflusst hätten unter anderem der höhere Energieverbrauch, der auf den kühlen Frühling und den durchzogenen, wechselhaften Sommer zurückzuführen sei.

Der Absatz von Erdgas stieg gegenüber dem eher überdurchschnittlich warmen Jahr 2020 um 11,4 Prozent auf 880 Gigawattstunden. Das ist gemäss Mitteilung mit Blick auf die letzten 20 Jahre ein Rekord. Auch im Fernwärmegeschäft nahm der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Prozent auf 78 Gigawattstunden zu.

Neue Netzpachtverträge

Im Stromgeschäft stieg der Stromabsatz um rund 1,32 Prozent auf 100,7 Gigawattstunden an. Grund dafür sei neben dem sehr kalten Jahr auch der Gewinn der Netzpacht der Gemeinde Lüterkofen-Ichertswil. Weitere Gemeinden konnten im Jahr 2021 akquiriert werden, die Belieferung folgt gemäss Regio Energie Solothurn ab 2022.

Durch die neuen Netzpachtverträge hätten einige Grosskunden hinzugewonnen werden können. Es sei jedoch auch zu Verlusten von Grosskunden im bestehenden Versorgungsgebiet gekommen.

Zahlreiche Investitionen konnten noch nicht getätigt werden

Die Gesamtinvestitionen beliefen sich im Jahr 2021 auf 7,6 Millionen Franken und fielen damit um 3,46 Millionen höher aus als im Vorjahr. Der Bau des Reservoirs Königshof konnte mit mehrjähriger Verzögerung gestartet werden, wodurch die Investitionen höher als budgetiert ausfielen.

Dem gegenüber stünden jedoch zahlreiche Investitionen, die verzögert oder noch gar nicht hätten ausgelöst werden können. «So führte etwa das Fehlen der vertraglichen Grundlage für die Biogaseinspeisung der Kompogas Utzenstorf AG dazu, dass diese Investition noch nicht getätigt werden konnte», schreibt die Regio Energie Solothurn.

Im Bereich Fernwärme musste der Start der geplanten Bautätigkeiten auf Ende August 2021 verschoben werden, weil der entsprechende Regierungsratsbeschluss hätte abgewartet werden müssen. Und im Bereich Stromnetze hätten sich die Investitionen in Smart Meter stark verzögert. Die Energiedienstleisterin hält fest:

«All diese Investitionen sind weiterhin notwendig und werden sich auf der Zeitachse nach hinten verschieben.»

Die Regio Energie Solothurn befinde sich nach wie vor in einem «sehr dynamischen Umfeld». Der Energiemarkt sei zunehmend in Bewegung und aufgrund der Entwicklungen rund um den Ukrainekrieg sei mit mittelfristigen Verschiebungen im Beschaffungs- und Absatzmarkt zu rechnen. (mgt)