Solothurn

«Hier ist alles einmalig» – Warum der Soledurner Wiehnachtsmäret seinen Zauber nicht verliert

Der Soledurner Wiehnachtsmäret vereint auch nach zehn Jahren die unterschiedlichen Interessen der Besucher und der Aussteller, die nicht nur aus der Region kommen.

Es scheint jedes Jahr dasselbe zu sein: Überall werden dieselben Lieder gesungen, dieselben Geschenke gekauft und dieselbe Sehnsucht nach Glühwein gestillt. Dennoch schafft es der Wiehnachtsmäret seit zehn Jahren, Besucher und Marktfahrer aus den grossen Städten hierher zu locken. Warum?

Nelly und Andreas Böhlen reisen jedes Jahr aus Bolligen an: «Hier ist einfach alles einmalig.» In Bern sei der Märet zu kommerziell geworden. «Wenn wir die Produkte überall sonst kaufen können, hat es ja keinen Sinn.» Auch Reto Weber aus Dagmersellen verkauft seine Beerenweine aus dem Luzernerischen einzig hier und am Weihnachtsmäret in Einsiedeln. «Der Märet ist einfach gut gemacht», findet er und ist dieses Jahr zum achten Mal mit dabei.

Wer hier sucht, der findet auch

Die Vielfalt der handgemachten Waren ist auch dieses Jahr gross: Kerzen, Socken, Kleider, Schmuck, Schnäpse, Salben, Seifen, Guetzli, Crêpes, Käse und Vieles mehr. Wer hier nach einem Weihnachtsgeschenk sucht, der findet Vieles, das aus leidenschaftlichem Handwerk entstanden ist, auf kleinem Raum. Für andere, wie Hansueli Schluep, ist der Märet vor allem aber eine gute Gelegenheit, das zweite Standbein zu festigen. Er vertreibt seinen «Buechibärger Chäs» seit der ersten Durchführung dort und rechnet fest mit diesem Umsatz vor Weihnachten. «Wir haben unsere Stammkunden hier.»

Kurzum: Der Märet schafft es mit seiner überschaubaren Grösse, die Elemente zu vereinen, die gleichsam den Verkäufern und Besuchern wichtig sind: Nähe, Authentizität und Atmosphäre. Und solange das Wetter stimmt, wird er bis am 22. Dezember noch manche Marktfahrer erfreuen und Besucher anziehen.

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