Jugend-Winterspiele

«Heute bin ich aber wirklich nur als Fackelträger engagiert»: Olympische Flamme auf Besuch

Kanute Mike Kurth als Fackelträger der olympischen Jugendwinterspiele im Januar in Lausanne.

Kanute Mike Kurth als Fackelträger der olympischen Jugendwinterspiele im Januar in Lausanne.

Kanute Mike Kurth entzündete auf dem Kreuzackerplatz das olympische Feuer für die kommenden Jugend-Winterspiele in Lausanne. Rund hundert Zuschauer verfolgten den Anlass.

Kurz nach Mittag war es am Samstag, als Mike Kurth mit der Fackel über den Kreuzackerplatz lief und das olympische Feuer für die kommenden Jugend-Winterspiele in Lausanne entzündete. Rund hundert Zuschauer waren gekommen, um der Zeremonie beizuwohnen.

Zu behaupten, dass die Stadt nun auch Feuer und Flamme für die dritten olympischen Jugendspiele sei, die vom 9. bis 22. Januar 2020 in Lausanne ausgetragen werden, wäre wohl übertrieben: Die meisten der Zuschauer hatte der Kanufahrer persönlich eingeladen. Hätte der frühere Weltklasseathlet und dreifache Olympiateilnehmer nicht ein derart grosses Netzwerk, wäre die Show wohl zu einem Flop ohne Publikum geworden. Die Lausanner Organisatoren hatten es schlichtweg vergessen, den Anlass, der mit einer Viertelstunde Verspätung begann und statt wie angekündigt zwei Stunden nur 30 Minuten dauerte, angemessen bekannt zu machen. Nicht einmal, dass sie den Anlass kurzfristig vom Baseltor auf den Kreuzackerplatz verlegt hatten, wurde durch die Organisatoren kommuniziert.

Jetzt nur Fackelträger – 2021 hilft Kurth bei der Organisation mit

Nur dank des Sondereinsatzes von Mike Kurth, der in Wiedlisbach aufgewachsen ist und heute in der Stadt wohnt, erlebte Solothurn also eine würdige Zeremonie. «Als Mitglied des Exekutivrats von Swiss Olympic begleite ich die Abläufe ganz genau. Heute bin ich aber wirklich nur als Fackelträger engagiert», sagte Kurth. «Ich möchte während der Jugendspiele möglichst viel lernen, denn bei der kommenden Universiade 2021 in Luzern trage ich als Präsident des nationalen Hochschulverbandes eine grosse Verantwortung.»

An den Jugend-Winterspielen in Lausanne werden die Events weit verstreut stattfinden. «Die Jugendspiele knüpfen an die Ursprünge der Olympischen Spiele an», erklärte Ralf Stöckli, Leiter der olympischen Missionen von Swiss Olympics, den Sinn des Riesenanlasses mit einem Budget von 40 Millionen Franken, die für über 100 Wettkämpfe reichen müssen. «Der Eintritt ist überall gratis. Es werden keine neuen Stadien gebaut. Dass der Eisschnelllauf auf dem See in St. Moritz ausgetragen wird, ist ein deutliches Signal. Back to the roots, in diese Richtung müssen sich auch die grossen Olympischen Spiele entwickeln», meinte Stöckli. Die nordischen Disziplinen werden sogar knapp hinter der Schweizer Grenze im französischen Jura ausgetragen.

Aus der Region mit dabei sein werden die beiden bereits jetzt nominierten Solothurner Nachwuchssportler Jan Iseli und Max Winz. Sie werden in Champéry Curling spielen.

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