Wie jedes Jahr war die Abschlussfeier im Beisein der Angehörigen in der stilvollen, ehemaligen Von-Roll-Villa an der Wengisteinstrasse bunt und humorvoll gestaltet. Die Aula im Kellergeschoss wurde dazu kurzfristig in eine Villa Kunterbunt umgestaltet, in der die Schulabgänger von Pippi Langstrumpf und ihren Gefährten unterhalten wurden. Begleitet von vielen guten Wünschen nahmen mit der Diplomübergabe 18 junge Frauen und 3 junge Männer Abschied von der Ausbildungsstätte, die ihnen den Weg in ein selbstbestimmtes berufliches und privates Leben geebnet hat.

Auf die praktische Ausbildung in den Bereichen Hausdienst, Service und Gästebetreuung, Kochen, Wäscheversorgung und Garten nach einem gezielten und individuell abgestimmten Lehrplan, heisst es nun im ersten Arbeitsmarkt Fuss fassen. Erleichtert wird dies durch eine partnerschaftliche Verbundenheit mit einer Vielzahl von Betrieben, die den Berufsabgängern einen Arbeitsplatz anbieten.

Dies sind vor allem Institutionen wie die VEBO Oensingen und Zuchwil, Kinderkrippen, Alterszentren sowie Gastro- und Reinigungsbetriebe. Selbst das interkantonale Feuerwehr-Ausbildungszentrum Balsthal hat sich bereit erklärt, einen Schulabgänger aufzunehmen. Andere Absolventen werden ihre Integrationsprogramme fortsetzen.

Die Villa als Glücksfall

Stiftungsratspräsident Hansruedi Moor freute sich, dass alle Schulabgänger den Abschluss geschafft haben und hiess gleichzeitig die neue Leiterin der Ausbildungsstätte, Tatjana Zeljko, willkommen. Sie ersetzt die nach 28 Jahren in den Ruhestand tretende bisherige Institutsleiterin Brigitte Kober (wir berichteten). Stadtpräsident Kurt Fluri schilderte in seiner Rede noch einmal die chronologischen juristischen und politischen Abläufe, die zur Übernahme der Villa Hohenlinden und deren Einbindung in eine Stiftung geführt haben. Zudem würdigte er das langjährige Wirken der scheidenden Leiterin. «Die Stiftung Hohenlinden, hatte das Glück, von schnellen Wechseln in der Leitung verschont zu bleiben», freute er sich. Die personelle Kontinuität sei deshalb wichtig, weil die Institution mit den Lernenden auch nach deren Ausbildung verbunden bleibe. «Sie begleitet den Übergang von der Ausbildung zum Berufsleben und steht den Lernenden und ihren Arbeitgebern auch später zur Verfügung.»

In diesem Sinne fühle sich auch die Stadt für das Gedeihen der Ausbildungsstätte mitverantwortlich. Die Hohenlinden hat den Schulbetrieb 1964 aufgenommen. 1996 genehmigte der Gemeinderat einstimmig einen Baurechts- und Schenkungsvertrag zwischen der Stadt und der Stiftung.

Die Ausgebildeten: Jennifer Beutler, Sena Ciftci, Samira Correnti, Janik Gerhard, Tania Henriques, Blerta Hoxha, Feruz Isac, Dilara Kaya, Luca Lutz, Merve Mermer, Jasmin Morel, Jonas Steiniger, Lua Trinchera, Muriel Vogler, Vanessa Wen, Sathursana Yoganathan, Jessica Von Gunten, Tashi Khanggar, Hiryti Alemnegus, Vildan Kocahal und Furtuna Habteyonas.