Solothurn
FCS-Präsident: «Wir freuen uns darauf, dass etwas geht.»

Der FC Solothurn ist der Hauptnutzer des Stadions. Co-Präsident Samuel Scheidegger erklärt, was die Sanierung für den FC bedeutet.

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Samuel Scheidegger, Co-Präsident des FC Solothurns.

Samuel Scheidegger, Co-Präsident des FC Solothurns.

bar/zvg

Wie wichtig ist die Sanierung für den FC Solothurn?

Samuel Scheidegger: Wir freuen uns darauf, dass etwas geht, aber die Sanierungen haben keinen Einfluss auf unser Trainings- oder Spielmöglichkeiten. Für uns war es viel wichtiger, als man den Garderobentrakt 2019 erneuert hat.

Die Vorlage wurde schon 2019 im Gemeinderat diskutiert. Gab die Verzögerung Nachteile für Sie?

Nein, für uns gab es keine Nachteile. Wie schon gesagt: Das Gebäude gehört der Stadt und bei längerem Zuwarten verschlechtert sich der Zustand ihrer Liegenschaft.

Waren Sie erstaunt, dass die Stadt den Vertrag neu verhandeln wollte?

Ja, wir waren schon erstaunt. Wie schon eingangs erklärt, ziehen wir aus dieser Sanierung keinen grossen Nutzen. Wäre diese Forderungen beim neuen Garderobentrakt gekommen, hätte ich das schon besser verstehen können. Wir sind ein Leistungszentrum und trainieren ungefähr 300 Junioren. Wir absolvieren auch internationale Spiele – wie beispielsweise mit der Partnerstadt Heilbronn – das heisst, wir sind auch ein Aushängeschild für die Stadt Solothurn.

Aber Sie haben sich dann trotzdem an den Verhandlungstisch gesetzt.

Ja, klar. Die Zusammenarbeit mit der Stadt funktioniert sehr gut und für uns war es in Ordnung, dass der Vertrag neu angeschaut wird. Nur: Das Argument, dass sich andere Vereine gegenüber dem FC Solothurn benachteiligt fühlen könnten, da wir weniger Platzmiete bezahlen, fanden wir schon seltsam. Wir haben ein gutes Verhältnis mit den anderen Vereinen der Stadt und dass wir weniger Platzmiete bezahlen, war nie ein Thema, zumal die Historie der jeweiligen Vereine und dementsprechend die Vereinbarungen mit der Stadt auch komplett unterschiedlich sind.

Wenn die Vorlage durchkommt, müssen Sie mehr bezahlen. Kann der FCS das stemmen?

Für den FC Solothurn bedeutet dies Mehrkosten in einem fünfstelligen Bereich, was für uns nicht wenig Geld ist. Wir würden dieses natürlich lieber direkt in die Nachwuchsförderung investieren. Für die Finanzierung dieses Betrages müssen wir die Kosten an anderen Stellen optimieren und/oder zusätzliche Sponsoren finden. Hätten wir dies aber nicht für machbar gehalten, wären wir nicht auf den neuen Vertrag eingegangen. Interview: jfr