Drohung in der Post
Entwarnung: keine Bombe in Berufsschule Solothurn gefunden

500 Schüler der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Solothurn wurden am Donnerstagmorgen evakuiert. Grund dafür war eine schriftliche Bombendrohung, die am Morgen in der Post lag. Die Polizei fand aber nichts.

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Berufsschüler verlassen die GIBS.
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Bombendrohung bei der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Solothurn
Die Polizei weist alle Fussgänger an, einen anderen Weg zu wählen.
Auch die Pöstlerin kommt nicht durch
Polizeiautos im Kreuzackerpark
Die Kreuzackerbrücke ist gesperrt.
Die Fussgängerbrücke ist gesperrt

Berufsschüler verlassen die GIBS.

userinput/watson.ch

«Wir sind alle sehr froh, dass nichts gefunden wurde und die Sache gut ausging», sagt Rahel Eckert, Medienverantwortliche des Berufbildungszentrums Solothurn-Grenchen. Jetzt könne man beruhigt in den Feierabend gehen. Die Mitglieder der Schulleitung betraten das Schulhaus gleich nach der Entwarnung der Polizei kurz nach 14.30 Uhr. Die Berufsschüler konnten erst ab 17 Uhr ins Gebäude, um ihre Taschen und anderen Habseligkeiten zu holen, die sie am Morgen zur Schule mitgebracht und dann bei der Evakuierung zurückgelassen hatten.

Die Kantonspolizei bewacht die Absperrungen
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Die Kapo ist vor Ort
In diesem Wagen wurden die Spürhunde transportiert
Polizisten suchen die Umgebung und die Gebäude mit Spürhunden ab
Die Umgebung ist rundherum abgesperrt
Die Umgebung ist rundherum abgesperrt
Eine Passantin fragt den Polizisten nach einer Durchgangsmöglichkeit
Die Umgebung ist rundherum abgesperrt
Die Umgebung ist rundherum abgesperrt
Die Umgebung ist rundherum abgesperrt
Die Umgebung ist rundherum abgesperrt
Der Durchgang über den Parkplatz ist offen

Die Kantonspolizei bewacht die Absperrungen

az/Noëlle Karpf

Seit die anonyme, schriftliche Bombendrohung auftauchte, lief die Suche nach einer möglichen Bombe auf Hochtouren. Spezialisten der Kantonspolizei Solothurn und Bern waren vor Ort. Das ganze Gebäude der Gewerblich-Industriellen Berufsschule Solothurn (GIBS) und die Umgebung wurden seit dem Morgen abgesucht - auch sechs Spürhunde der Kapo Bern standen im Einsatz.

Ein Sprengsatz tauchte jedoch nirgends auf. Die Hunde konnten in den Feierabend, die rund um die GIBS errichtete Sperrzone konnte wieder aufgehoben und auch die gesperrte Kreuzackerbrücke wieder freigegeben werden.

Evakuierung innerhalb von 10 Minuten

Die Bombendrohung kam am Donnerstagmorgen per Post. Mitarbeiter im Sekretariat hatten den Brief geöffnet. Die Polizei wurde um 8.17 Uhr informiert.

Gegen 8.30 Uhr wurde dann der Alarm ausgelöst mit dem Aufruf, dass alle das Gebäude verlassen sollten. «Innerhalb von 10 Minuten waren alle 500 Schüler draussen», erklärt Rahel Eckert. Im letzten Jahr wurde im GIBS eine Evakuierung geübt. Deshalb habe das Ganze gut geklappt, so Eckert. Die Lernenden seien gelassen gewesen.

«Als wir im Unterricht waren, kam eine Durchsage», berichtet ein Schüler der GIBS gegenüber dieser Zeitung. «Danach mussten wir uns vor der Schule versammeln. Der Rektor hat uns dann über ein Megafon informiert.» Dann seien sie in die Stadt gegangen.

Die Schüler wurden durch die Vorstadt zum Rossmarktplatz geführt. Dort kontrollierten die Sekretärinnen, ob alle Schüler und Lehrer anwesend waren. Rektor Jürg Viragh erklärte den Schülern, dass eine Bombendrohung eingegangen ist und sagte, dass um 11 Uhr weiter informiert werde.

Da aber auch bis um 11 Uhr noch keine Entwarnung gegeben werden konnte, hatte sich die Schulleitung dazu entschlossen, den Unterricht auszusetzen. Die Lernenden mussten mit ihren Betrieben schauen, ob sie arbeiten gehen sollten - oder frei haben. «Wir können die Lernenden nicht stundenlang in der Nähe des Schulhauses aufhalten», erklärt Rahel Eckert den Entscheid. Und schliesslich gelte ein Schultag eigentlich als Arbeitstag.

Und wie gehts nach der Bombendrohung weiter? «Wir werden wachsam sein und im Kontakt mit der Polizei bleiben», so Medienverantwortliche Rahel Eckert.

Um die Urheberschaft der Bombendrohung ausfindig machen zu können, hat die Kantonspolizei Solothurn entsprechende Ermittlungen eingeleitet. In diesem Zusammenhang bittet sie Personen, die Angaben zur möglichen Täterschaft machen können, sich mit ihr in Verbindung zu setzen, Telefon 032 627 71 11. (ldu/nka)