«Zusammen mit unseren Familien, Freunden, Nachbarn und «tout le monde» feiern wir unser kunterbuntes Maifescht», stand auf der Einladung. Und es wurde tatsächlich viel geboten, im Discherheim. «Les Solörs» sorgten für schwungvolle Musik, das Kasperlitheater mit Ursula Bichel, die Spässe des Clowns CaroLina zauberten ein Lachen auf die Gesichter – sowohl der vielen Besucher als auch der insgesamt 85 Klientinnen und Klienten des Heims. Die frisch zubereiteten Waffeln vom Holzofen, feine Grilladen, ein Salatbüffet sowie viel Kaffee und Kuchen schmeckten wunderbar.

Sich austauschen

Die insgesamt 85 Menschen mit den unterschiedlichen Einschränkungen, für die das Discherheim Solothurn da ist, empfingen die vielen Besucher mit bester Laune und viel Gastfreundlichkeit. «Sich mit Freundinnen und Freunden austauschen und Feste feiern, das machen alle gerne», erklärte Heimleiter Stephan Oberli die Idee, die hinter dem Anlass steht. «Am liebsten hätten unsere Klienten jeden Monat ein solches Fest.»
Selbst der sintflutartige Wolkenbruch mit Blitzen und lautem Donnergrollen am Mittag konnte die tolle Stimmung nicht trüben. Als Kontrapunkt zum ungemütlichen Wetter wurde das Streicheln der sanftmütigen Lamas mit ihrem treuen Blick für viele ein Höhepunkt. Aber auch das Kasperlitheater und die vielen dekorativen Produkte, welche die Klienten des Discherheims in ihren Ateliers hergestellt hatten, fanden grosse Beachtung bei den Besuchern.

Fest als Türöffner

Seit 2011 gibt es das Frühlingsfest bereits. «Es geht darum, die Türen zu öffnen, zusammen einen schönen Tag zu verbringen.» So beschreibt Stephan Oberli das Frühlingsfest. «Wir haben ein offenes Haus, denn die sozialen Kontakte bedeuten unseren Klienten sehr viel. Das Leben ist schön, und wir haben es lustig zusammen. Das ist unsere Grundeinstellung und die Kultur des Discherheims», sagt Heimleiter über die Institution. Das Frühlingsfest sei der Ausdruck dieses Lebensgefühls, das er im Discherheim nicht nur an einem Tag, sondern das ganze Jahr spüren möchte. «Wir wollen unseren Klientinnen und Klienten ein sinnerfülltes und möglichst eigenständiges Leben ermöglichen. Deshalb ist die Arbeit in unseren Ateliers und ganz besonders der Verkauf der Produkte beim Maifest so wichtig. Erfolgserlebnisse stärkten das Selbstvertrauen.»