Ausstellung
Die nordische Heimat Lappland ist in ihrer Kunst noch immer spürbar

Pirja Michel präsentiert in der Galerie Artesol ihre neuen Arbeiten. Darin zeigt sie Impressionen aus dem fernen Lappland und vermittelt Emotionen zwischen Eruption und beschaulicher Intensität.

Hans R. Fröhlich
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Pirja Michel mit zwei ihrer aufwendig erarbeiteten Bildern von roten Mohnblumen.

Pirja Michel mit zwei ihrer aufwendig erarbeiteten Bildern von roten Mohnblumen.

hrf

Die vielseitige Künstlerin Pirja Michel ist mit ihren sieben Schwestern im finnischen Lappland in einer künstlerischen Familie jenseits des Polarkreises aufgewachsen. Bereits seit Jahrzehnten lebt und arbeitet sie in Basel, wo sie sich von der Maskenbildnerin über Keramik autodidaktisch zur freischaffenden Malerin entwickelt hat.

Beim Betrachten ihrer Landschafts- und Naturbilder geprägt von der Weite und dem Licht Lapplands spürt der Betrachter, dass die geborene Pirja Nurmikumpu als Baslerin getarnt in ihrer Gefühlswelt noch immer in der nordischen Atmosphäre und Harmonie ihrer Jugend verweilt.

Zwischen Zufall und Absicht

In ihrem malerischen Schaffen versteht es Pirja Michel mit ihrer Maltechnik, Palette und stilistischer Eigenart jene weit gefasste Welt von Emotionen in der Spannweite von brachialen Eruptionen und «Schmetterlingen im Bauch» in eine Harmonie zu setzen, welche zutiefst zu berühren vermag.

Im Erleben ihrer Umwelt ist sie fasziniert von der Balance zwischen Zufall und Absicht. Ihre malerische Leidenschaft wird vor allem nachts virulent, wann ihre Erinnerungen aufsteigen, die sie mit verschiedensten Materialien in reichhaltiger Mischtechnik zu Bildern verarbeitet.

Schicht um Schicht

Pirja Michel verwendet in erster Linie eigene Pigmente, welche sie mit Acrylbinder verarbeitet. Das Rot ihrer grossformatigen Mohnblumen muss unzählige Mal aufgetragen werden, bis es die notwendige Intensität erreicht.

Öffnungszeiten

Mittwoch, Donnerstag und Freitag 9 bis 11 und 14.30 bis 17 Uhr, Samstag 11 bis 17 Uhr. Samstag-Apéro am 21. September um 11 Uhr. Finissage Samstag, 28. September.

Andererseits sind es gerade die zahlreichen Schichten, welche es ermöglichen, einen differenzierten Duft zu verbreiten. Michel verwendet ausser kreidigem Weiss, Bitumen und weiteren Baumaterialien nur warme Töne, wobei Rostrot eine gewisse Basisatmosphäre schafft. Blau kommt nur im Grün ihres «Nordlicht» vor. Im «Aufbruch» werden sonst gezähmte Geister aus der Barrikade entfesselt und im dichten winterlichen Birkenwald friert die nordische Seele.

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