Solothurn
«Coffee-Mornings», «Summer Barbecue» und «Christmas Dinner»: Der Anglo-Swiss Club feiert sein Jubiläum

Der Anglo-Swiss Club wurde 1938 gegründet: Anlässlich des 80-jährigen Jubiläums versammelten sich dessen Vereinsmitglieder zum «Afternoon-Tea».

Katharina Arni-Howald
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Das Jubiläum des «Anglo-Swiss Club in Switzerland» wurde im Hotel Krone in Solothurn in Form eines Afternoon-Teas gefeiert.

Das Jubiläum des «Anglo-Swiss Club in Switzerland» wurde im Hotel Krone in Solothurn in Form eines Afternoon-Teas gefeiert.

Wikipedia

Der Anglo-Swiss Club Solothurn wird im kommenden September 80 Jahre alt. Im Rahmen der Jahresversammlung des Dachverbandes «FASC Federation of Anglo-Swiss Clubs in Switzerland» in Solothurn wurde das Jubiläum in Form eines Afternoon-Teas im Hotel Krone bereits im Voraus in freudiger Stimmung gefeiert. Die Begrüssungsworte der Stadt überbrachte Stadtschreiber Hansjörg Boll.

Die 39 vorwiegend schweizerischen Gründungsmitglieder des Anglo-Swiss Clubs Solothurn hatten sich 1938 zum Ziel gesetzt, hier wohnhafte Menschen aus englischsprachigen Ländern und Schweizer, die die englische Sprache beherrschen, zusammen zu bringen und den sogenannten «Expats» die Möglichkeit zu bieten, sich hier möglichst rasch heimisch zu fühlen.

Sogar ein «Christmas Dinner»

Zurzeit zählt die Solothurner Vereinigung 82 Mitglieder und hat ein umfangreiches Jahresprogramm. Dazu zählen die monatlichen, gut besuchten «Coffee-Mornings» und «Afternoon Coffee-Events» im Barock-Café, die jeweils am letzten Donnerstag des Monats stattfinden. Ebenso beliebt sind die Treffen im «Red John Irish Pub» an jedem Montagabend. Dazu kommen, unter anderem, ein «Easter Brunch», ein «Summer Barbecue» und ein «Christmas Dinner». In den Gründungsjahren waren es monatliche Meetings im Hotel Krone und während der Kriegsjahre auch verschiedene wohltätige Engagements, die die Mitglieder pflegten.

Ex-Präsident Frédéric Falbriard aus Grenchen ist stolz auf seinen, in den Anfängen ziemlich elitär geführten Verein: «Heute profitieren wir von den neu zugezogenen, internationalen Firmen und ihren anglofonen Mitarbeitern, die Kontakte suchen und bei uns auch finden.» Daraus ergäben sich Freundschaften und gegenseitige Hilfsangebote. Gehörten in den Anfangsjahren dem Verein vor allem Schweizer an, die in einer kultivierten Atmosphäre ihr Englisch praktizieren wollten, sind diese heute in der Minderheit. «Auch der elitäre Anstrich des Vereins hat nach den Siebzigerjahren abgenommen», deutet Frédéric einen Wandel an, der heute gut spürbar ist.

Für die Offenheit des Vereins spreche unter anderem, dass es in den Vierzigerjahren wohl die einzige Institution gewesen sei, die unverheiratete, unbegleitete und geschiedene Frauen aufgenommen habe.

Die FASC umfasst heute gesamtschweizerisch 12 regionale Vereinigungen. Die grösste davon mit rund 200 Mitgliedern befindet sich im Tessin. Der Präsident der Dachorganisation, Ian Bergman, amtet gleichzeitig auch als Präsident des Anglo Swiss Clubs
Solothurn.

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