Solothurn

Bei den Solothurner Confiserien hoppeln die Osterhasen vor allem in die digitalen Körbe

Wegen Corona verlagert sich das Ostergeschäft bei der Confiserie Hofer und bei der Suteria auf die Onlineshops.

Auf den Strassen findet Ostern dieses Jahr praktisch nicht statt. Doch online geht’s ab: In der Confiserie Hofer beispielsweise läuft das Ostergeschäft gerade auf Hochtouren. «Wir kommen mit dem Produzieren kaum nach», sagt Geschäftsführerin Ingrid Spit Hofer. Ein Blick in den Onlineshop lässt es ahnen: Diverse Osterangebote sind bereits seit Mitte Woche ausverkauft. Besonders gefragt sind Osterhasen mit Aktualitätsbezug: Der eine wünscht «blib gsund» und ein anderer sitzt auf einer WC-Rolle und fordert zum Hamstern auf. «Wir können zufrieden sein mit dem Geschäft», sagt Spit. Die Konditorei habe entgegen den Erwartungen etwa genauso viele Osterhasen verkauft, wie letztes Jahr. Die Geschäftsführerin erfreut sich insbesondere auch über eine grosse Anzahl an Firmenbestellungen und «Spontaneinkäufen». «Ich glaube, die Leute sind auf den Geschmack vom Onlineshoppen gekommen», sagt sie lachend.

Ähnliches erlebt auch die Suteria: Während letztes Jahr im März 3000 online Bestellungen eingingen, seien es dieses Jahr mehr als drei Mal so viele gewesen, wie Geschäftsleiter Michael Brüderli auf Anfrage mitteilt. «Die Bestellungen sind explosionsartig gestiegen.» Rekordartige 2600 Päckchen habe das Unternehmen am Montag abgeschickt, damit sie rechtzeitig an Ostern ihre Ziele erreichen. Darunter seien auch Bestellungen vieler Firmen, die ihren Mitarbeitenden eine kleine Freude bereiten wollen. Doch mit den «Corona-Spezialitäten» hält sich die Suteria zurück: Abgesehen von einer Schokoladentafel ist das Ostersortiment «klassisch» gehalten. «Wir wollen vom Thema Corona ablenken und keinen Profit davon schlagen», sagt Brüderli. Er setzt auch dieses Jahr auf die Eigenkreation «Öhrli-Hase» und auf Ostereier. Für eine Osterbilanz sei es aber noch zu früh, sagt Brüderli. Normalerweise sei der Samstag vor Ostern der beste Verkaufstag, weil gleichzeitig der Märet stattfindet. «Dieses Jahr werden die online Bestellungen entscheiden.» Weil das Café aber auch über das Wochenende geschlossen bleibt, erwartet er generell Umsatzeinbussen.

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