Stadtpolizei Solothurn

Bedingung für den neuen Polizeikommandanten ändert sich

Der neue «Chef der Stadtpolizei» muss nicht mehr in Solothurn wohnen. (Archiv)

Der neue «Chef der Stadtpolizei» muss nicht mehr in Solothurn wohnen. (Archiv)

Peter Fedeli geht Ende 2020 in Pension. Damit wird ein neuer Kommandant für die Solothurner Stadtpolizei gesucht. Die Stellenausschreibung bringt jetzt einen leichten Kurswechsel zu Tage.

Falls aus betrieblichen Gründen erforderlich, oder wenn es im öffentlichen Interesse liegt, kann die Gemeinderatskommission den Wohnsitz von Verwaltungsleitenden vorschreiben. Diese Regelung versuchte eine Motion der CVP/GLP-Fraktion im vergangenen Jahr abzuschaffen. Damit sollte aus Sicht der Motionäre sichergestellt werden, dass die Stadt bei der Neubesetzung von diesen Stellen die breitest mögliche Auswahl hat.

Zwar war die Motion chancenlos. Erstunterzeichner GLP-Gemeinderat Claudio Hug hoffte damals dennoch, dass die Diskussion im Gemeinderat dazu führe, dass die Gemeinderatskommission die Wohnsitzpflicht zukünftig nicht mehr so streng handhabe, «insbesondere beim Stelleninserat selber».

Und tatsächlich, wer einen Blick auf die Stellenausschreibung für den neuen Kommandanten der Stadtpolizei wirft, stellt einen leichten Kurswechsel fest. Denn an die Nachfolgerin oder den Nachfolger von Peter Fedeli, der per Ende Jahr vorzeitig in Pension geht, wird bezüglich Wohnsitz folgende Bedingung gestellt, wie aus dem Stelleninserat zu entnehmen ist: «Mit dem Antritt der Stelle ist die Wohnsitznahme in der Stadt Solothurn erwünscht.»

«In früheren Ausschreibungen war die Wohnsitznahme in der Einwohnergemeinde der Stadt Solothurn erforderlich», bestätigt Urs F. Meyer, der Leiter Rechts- und Personaldienst der Stadt Solothurn, die Änderung. Wobei es aber auch schon zu Ausnahmen gekommen sei, wie etwa beim aktuellen Kommandanten. Meyer fügt an: «Der Wunsch von Seiten der Stadt ist weiterhin, dass der Kommandant der Stadtpolizei in Solothurn selber wohnt. Doch mit der geänderten Formulierung wollen wir die Türe einen Spalt weit offen lassen, dass der künftige Kommandant den Wohnsitz in einer Nachbargemeinde haben kann, falls triftige Gründe dafür sprechen.»

Insbesondere, wenn bereits ein Eigenheim in einer Nachbargemeinde vorhanden sei, oder in der Stadt objektiv nichts gefunden werden könne. «Wichtig ist für uns, dass der Kommandant schnell vor Ort ist, falls es die Situation nötig macht. Ein Polizeikommandant, der in Burgdorf wohnt, bringt uns nicht viel.»

Claudio Hug begrüsst die Änderung, sie geht ihm aber zu wenig weit. Er schlägt vor, zukünftig das Kriterium «aus der Region» zu verwenden.

Verwandtes Thema:

Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

Meistgesehen

Artboard 1