St. Katharinen

Baustart für Rauchgas-Reinigungsanlage auf dem Friedhof St. Katharinen

Christiane Ern (Chefin Hochbau, 2. v. l.) und Andrea Lenggenhager (Leiterin Stadtbauamt) überreichen Gregor Jakob (Marti AG, Aushub, l.), und Philipp Sterki (Sterki AG, Rohbau) die Spaten zum Baustart. ak

Christiane Ern (Chefin Hochbau, 2. v. l.) und Andrea Lenggenhager (Leiterin Stadtbauamt) überreichen Gregor Jakob (Marti AG, Aushub, l.), und Philipp Sterki (Sterki AG, Rohbau) die Spaten zum Baustart. ak

Das Krematorium auf dem Friedhof St. Katharinen braucht eine neue Rauchgasreiningungsanlage. Gestern wurde der Baustart angegangen. Ende Jahr soll die Anlage in Betrieb genommen werden.

Ist der Eingriff einmal abgeschlossen, so wird von aussen kaum mehr etwas zu sehen sein. Doch bei all dieser Unscheinbarkeit gab es gestern Gründe genug, um den Baubeginn der Rauchgasreinigungsanlage des Krematoriums St. Katharinen symbolisch zu feiern. Diese wird in den kommenden Monaten als unterirdischer Anbau angegangen. So betonte Andrea Lenggenhager, Leiterin Stadtbauamt, wie wichtig Planung und Organisation des Vorhabens gewesen seien.

In diesem Zusammenhang ist man bestrebt gewesen, baubedingte Beeinträchtigungen für Besucher des Friedhofs minim zu halten, mitunter durch Lärmdämmungen und Terminabsprachen.

Bäume sollen geschont werden

Auch aus Sicht der Chefin der Abteilung Hochbau, Christiane Ern, ist das Bauvorhaben nicht zu unterschätzen: «Es handelt sich bei der Anlage um eine veritable Maschine, die sich nicht einfach wie ein Russfilter an die Verbrennungsanlage anschliessen lässt.» Ergo: Ein eigenständiger Bau sei vonnöten, der unterirdisch mit dem Ofenbereich des bestehenden Gebäudes verbunden wird. Schon jetzt zeugt ausgehobene Erdmasse von den anstehenden Arbeiten.

Der Baukörper wird hinter der neoklassizistischen Architektur der Abdankungshalle mit Krematorium realisiert, wo dann der asphaltierte Anfahrtsplatz für Bestatter wieder hergestellt wird: «Gerade wegen des schützenswerten Gebäudes war die Frage des Standorts eine anspruchsvolle.» Durch Absprachen mit dem Friedhofsgärtner und durch Baumschutzpolster stellt man zudem die Schonung der Bäume beim Bauplatz sicher.

Mehrfach aufgeschoben

Der Einbau der Rauchgasreinigungsanlage ist nötig geworden, weil Emissionsbegrenzungen gemäss Luftreinhalte-Verordnung nicht eingehalten werden konnten. Dank Fristerstreckungen seitens Amt für Umwelt konnte der auf Ende 2008 angesetzte Termin bis jetzt hinausgeschoben werden. Ende des vergangenen Jahres hiess dann die Gemeindeversammlung den verbleibenden Kredit von 2,45 Millionen Franken für das Bauvorhaben gut. Bis Ende Jahr wird mit der Inbetriebnahme gerechnet.

Ab September wird der laufende Betrieb für rund zwei Monate sistiert, um die Anlage ans Krematorium anzuschliessen. Während dieser Zeit sind Bestatter angehalten, auf umliegende Krematorien auszuweichen. Als Alternativen dürften primär die Standorte in Biel und Langenthal infrage kommen, die 2012 ebenfalls saniert werden und dannzumal auf Hilfe aus Solothurn angewiesen sein werden. Zudem kann das nun umgebaute Krematorium Olten wieder Kapazitäten aus Solothurn aufnehmen.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1