Hotelumbau

Bauprojekt «Krone» wechselt Besitzer: «Wir glauben an den Standort»

Sie stehen für die Swiss Prime Anlagestiftung hinter dem Umbauprojekt der «Krone»: Thomas Grossenbacher und Markus Graf.

Sie stehen für die Swiss Prime Anlagestiftung hinter dem Umbauprojekt der «Krone»: Thomas Grossenbacher und Markus Graf.

Kaum sind im und um das Hotel Krone Bagger und Kran aufgefahren, ändern sich die Besitzverhältnisse: Die Swiss Prime Anlagestiftung (SPA) übernimmt das Baurecht und Projekt vom bisherigen Baurechtsnehmer, dem Hospitality Fonds der Credit Suisse.

Hinter dem Deal steht Markus Graf, Stiftungsratspräsident der Swiss Prime Anlagestiftung in Olten: «Unsere Stiftung wurde im September offiziell gegründet und verfügt über ein Anlagekapital von 550 Mio. Franken, das wir investieren können. Das bisherige Projekt mit dem Hotelumbau werden wir wie geplant weiter- und auch zu Ende führen.»

Ebenfalls bekräftigte Graf, dass als Betreiber des künftigen Viersterne-Boutique-Hotels mit 28 Zimmern sowie der Restauration die Genossenschaft Baseltor als Pächterin an Bord bleibe.

«Wir wollen damit für Kontinuität sorgen», so der Stiftungsratspräsident zum Vorhaben, das er selbst im Mai 2012 mit dem Kanton und der Stadt Solothurn aufgegleist hatte – die öffentliche Hand hatte damals das Hotel-Ensemble erworben und im Baurecht an den CS Fonds abgegeben.

Die Swiss Prime Anlagestiftung erwirbt die Krone im Baurecht von der Credit Suisse

Die Swiss Prime Anlagestiftung erwirbt die Krone im Baurecht von der Credit Suisse

Glaube an die Region

«Wir glauben an den Standort Solothurn», betont Markus Graf und gibt für die Hotellerie und den Tourismus in der Region eine günstige Prognose ab.

Der Macher der 2006 eröffneten Seminarmeile mit dem neuen Seminarhotel Ramada verweist auf die kommende Grossinvestition der US-Firma Biogen in Luterbach: «Eine Rahmenbedingung für Biogen war die Schaffung von zusätzlichen Hotelzimmern in der Region.» 

Am Donnerstag hatte der CS Fonds auf seiner Homepage mitgeteilt, dass die Baurechtsveräusserung des Hotels Krone «der Strategie des Fonds entspricht, um den Hotelanteil im Portfolio zu reduzieren.»

Entsprechend sieht Markus Graf in Solothurn jedoch kein Problem, dass die 28 Hotelzimmer der «Krone» nicht nachgefragt werden. «Die Zahl der Logiernächte ist bei uns in den letzten Jahren ständig gestiegen.»

Es geht vorwärts

Bereits in Solothurn eingelebt hat sich der neue «Krone»-Verantwortliche und CIO der Swiss Prime Anlagestiftung, Thomas Grossenbacher. Erste Visualisierungen für die Möblierung der Brasserie, der Hotelzimmer, Cafébar und des unterteilbaren Ambassadoren-Saals hat er schon mitgebracht.

Ein zeitlos elegantes, aber keineswegs schwülstig-barockes Ambiente ist vorgesehen. Konkreter wird er zur Umbauzeit: «Wir rechnen mit 18 Monaten. Mitte nächstes Jahr werden wir den Endtermin haben.»

Man könne sich auch vorstellen, den Hotel- und Brasserie-Betrieb vor der Fertigstellung des Leist-Trakts zu eröffnen.

Dort ist der Einbau von acht grosszügigen Wohnungen und Ladenfläche auf den zwei unteren Geschossen entlang des Kronenstutzes geplant.

Mit der Vermarktung der Geschäftslokalitäten werde man 2016 beginnen, wobei 50 Prozent des künftigen Mietertrags «durch die Wohnungen und die Ladenflächen erzielt werden», wie Markus Graf festhält.

Keine Änderung gibt es auch beim beauftragten Architekturbüro. Die Solothurner Graf Stampfli Jenni Architekten AG werden die bisherigen Vorgaben umsetzen, damit die Stadt schon bald wieder eine äusserlich aufgefrischte, innen aber zeitgemässe «Krone» mit modernster Infrastruktur erhält.

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