Buchvernissage Solothurn

Autor weist mit der Novelle auf Begegnungen hin, die uns prägen

Cover der Novelle «Anna und der Engländer» von Peter Probst

Cover der Novelle «Anna und der Engländer» von Peter Probst

Der Solothurner Co-Direktor der Zentralbibliothek, Peter Probst – selbst ein Herr der Bücher – hat nun auch noch ein solches geschrieben. Eine Novelle, wie es auf dem Vorsatz-Blatt des bei Knapp in Olten erschienenen, schmalen Bändchens heisst.

Der Titel dieser Geschichte lautet: «Anna und der Engländer». Eine Novelle ist eine kurze Erzählung, eine Geschichte, die man meist in einem Zug durchliest», so steht es im Begriffslexikon für Literatur, und so ist es auch mit dieser Geschichte von Probst.

Es ist eine Ehe- und Freundschaftsgeschichte, die uns der Autor auf 77 Seiten erzählt. Die Lebensgeschichte des Bibliothekars Jean-Pierre Richner, seiner Liebe zur Ehefrau Anna und der Freundschaft der beiden zu einem gemeinsamen Freund. Viel Solothurner Lokalkolorit schimmert da durch die Zeilen und lässt die Erzählung lebendig werden.

Und wie viel Biografisches hat sich wohl in den Seiten versteckt? Darüber mag man beim Lesen nachdenken, muss man aber nicht. Feinfühlig und präzise schildert Probst die zwischenmenschlichen Begegnungen und Empfindungen. Ein Kunstgriff: Er schafft es, die gleiche Geschichte, jeweils aus der Perspektive der drei Protagonisten, glaubhaft und mit immer wieder überraschenden Erkenntnissen zu schildern.

Ein Büchlein, das – wie erwähnt – in einem Zug zu lesen ist. Vielleicht gar auf einer Zugfahrt oder in einer Nacht, in der man nicht schlafen kann. Es eignet sich aber auch vorzüglich als Geschenk für einen lieben Menschen. Denn die Geschichte zeigt, wie lebensbestimmend und damit wichtig zufällige Begegnungen mit Menschen doch sein können.

Buchvernissage Bücher Lüthy Solothurn; Mittwoch, 9. September, 20 Uhr. Einführende Worte von Stadtpräsident Kurt Fluri.

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