«Gibts schon Lasagne?» Kein Wunder, die Frage der Kundin. Die Spezialität war schon bei Angelo Raimondo stets ein Renner gewesen. «Leider erst ab nächste Woche», antwortet Tom Meier. «Jetzt haben wir zuerst drei Tage Eröffnung.» Gnocchi wären schon zu haben. Besonders farbenfrohe sogar. «Ich habe das Fabrizieren der Pasta bei Angelo gelernt», erzählt der neue Inhaber der «Pastaria Tomaso», doch ganz gleich seien die Rezepturen nicht geblieben», so der gelernte Koch.

Aber es wird sie alle geben an der Barfüssergasse: die Ravioli, Tagliatelle, Spaghetti, die Gnocchi und eben die Lasagne. Täglich frisch zubereitet. «Ab sieben Uhr fangen wir mit dem Teig an, damit wir bei der Geschäftsöffnung um 9 Uhr bereit sind.»

Ein breites Sortiment

Als Fachmann legt Tom Meier grossen Wert auf natürliche Lebensmittel ohne Zusatzstoffe – ein Lieferant ist beispielsweise die Drogerie Zeller, dann aber auch der Landwirtschaftsbetrieb seiner Frau in Rothrist: «Von dort beziehe ich Bio-Kartoffeln für die Gnocchi, dann aber auch den Ricotta oder Wurstwaren.» Ansonsten ist Meier nicht zwingend auf ein Land fokussiert: Neben italienischen finden sich in der Pastaria auch vor allem Tessiner Spezialitäten, «aber wir führen zum Beispiel auch Schweizer Käsesorten.»

«Etwas selbst herstellen», das war auch die Motivation von Tom Meier, den Laden an der Barfüssergasse weiterzuführen. Und dieser Standort sei auch geradezu ideal für ein weiteres Geschäfts-Standbein, das die «Pastaria Tomaso» ab dem 1. April lancieren will: Take-away. «Es gibt jeweils von 11 bis 13 Uhr bei uns eine Pasta-Spezialität sowie ein warmes Schalengericht zum Mitnehmen im Bereich zwischen 13 und 15 Franken», verrät Meier.

Die Suteria und die Badi

«Als ich gehört habe, dass Angelo aufhört, nahm ich Kontakt mit dem Vermieter auf.» Tatsächlich wurde Tom Meier mit der Solothurnischen Immobilienverwaltung handelseins und in einigen Intensiv-Wochen richtete er das Geschäftslokal neu ein. «Der ganze Umbau wurde mit Eigenleistung realisiert», ist Meier sichtlich stolz auf das neue Erscheinungsbild, mit dem österlich gestalteten Schaufenster. «Da hat meine Familie mitgeholfen.»

Auch Süssigkeiten finden sich jahreszeitgemäss in den Auslagen und Regalen, denn ganz kann Tom Meier seine Herkunft nicht verleugnen: Zuletzt war er Leiter der Suteria-Filiale in der Hauptgasse, und von dort hat er auch seine Mitarbeitern Delia Di Maio mitgebracht. Doch der Wechsel der beiden an die Barfüssergasse hat die Bande zur Confiserie keineswegs zerschnitten. Ganz im Gegenteil: «Ich werde künftig für die Suteria auch den Badi-Betrieb führen», verweist Meier auf ein zusätzliches Standbein, wenn im Sommer erfahrungsgemäss die Umsätze im Delikatess-Geschäft zurückgehen. Primär werde er in der Badi für die Logistik zuständig sein, aber an Spitzentagen durchaus auch an der Front anzutreffen sein. «Und dann planen wir auch gemeinsame Anlässe zusammen mit der Suteria und der Weingalerie Biberstein.»

Geöffnet Dienstag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, Samstag von 9 bis 16 Uhr.