Die Bauarbeiten sind noch in vollem Gange, Betriebsführer Peter Glaus versichert jedoch lachend, dass bis am Freitag alles fertig und geputzt sei. Das Lokal wird mittags einen vegetarischen Mittagstisch und abends vor allem Getränke und Häppchen anbieten. Alle Angebote sind vegetarisch, regional und saisonal. «Uns ist es wichtig, möglichst alle relevanten Umweltaspekte in der Ernährung umzusetzen», meint Glaus.

Komplett auf alle tierischen Produkte zu verzichten, gehe im Moment noch zu weit. Anonyme Umfragen in der Altstadt, die er und sein Team durchgeführt haben, hätten ergeben, dass der Grossteil der Leute ein komplett veganes Restaurant nicht besuchen würde, eine vegetarisches jedoch schon. «Und schliesslich wollen wir auch mal ein Fondue oder Raclette anbieten», schmunzelt Glaus.

Vegetarier aus Überzeugung

Dass das Angebot vegetarisch sein wird, stand aber nie zur Diskussion. Glaus erzählt, er habe selber schon von klein auf auf die Umwelt geachtet und auch sein Umfeld auf einen nachhaltigen Lebensstil hingewiesen. «Unser Planet ist in Gefahr, denn die Menschheit droht, ihn unbewohnbar zu machen. Das ist eine Schande, denn wir hätten die wirtschaftlichen und industriellen Mittel, die Welt zu retten», meint er. Genau dieser nachhaltige Lebensstil werde jetzt in «Santas Oase» umgesetzt. «Wir machen es nicht, weil es gerade im Trend ist, sondern wirklich aus Überzeugung.»

Der gebürtige Bieler wird von seinen Freunden «Santa» genannt. Der Spitzname ist der Namensgeber für das Lokal. Eine «Oase» sei es, weil der Genuss im Zentrum stehen soll. Selber kreierte Drinks, frische Smoothies, eine Auswahl an Bio-Spirituosen und regionale Biere und Weine soll es geben. «Gleichzeitig möchten wir auch eine Kulturoase sein», informiert Glaus, «darum wird es auch kleinere Konzerte, Lesungen und Musikthemenabende geben.»

Vom Strassenbauer zur Gastro

Glaus ist ursprünglich gelernter Strassenbauer. Den Zugang zur Gastronomie hat er durch seine zwei Spendenvereine «Santa Buddha» und «Verein für Musiktherapie Schweiz» gefunden. Im Rahmen dieser Vereine veranstaltet er regelmässig Spendenfeste, wo er auch das erste Mal mit der Gastronomie in Berührung gekommen ist. Falls das Geschäft am Stalden richtig gut läuft, soll auch ein Teil des Ertrags diesen Vereinen gespendet werden. Glaus sagt, dass er schon immer eine eigene Bar eröffnen wollte, das Lokal am Stalden habe er nur zufälligerweise gefunden.

In den letzten Jahren war er als Bauinspektor bei der Stadt Solothurn angestellt und für den Gastronomiebereich zuständig. «Da musste ich einigen Leuten auf die Füsse stehen. Zum Glück sind wir bis jetzt trotzdem gut in der Gastronomiebranche aufgenommen worden.» Mit nur vier Leuten im Team, unter ihnen eine Köchin, die früher in einem Fünf-Sterne-Restaurant gearbeitet hat, hat Glaus das Lokal umgebaut. «Zusammen möchten wir positive Energie nach Solothurn bringen», freut sich «Santa» Glaus.