Buchvernissage

40 neue Blickwinkel auf die Stadt Solothurn

Buchvernissage "Porträt einer Stadt": Christoph Neuenschwander, Beatrice Kaufmann, Christof Ramser

Buchvernissage "Porträt einer Stadt": Christoph Neuenschwander, Beatrice Kaufmann, Christof Ramser

Menschen und ihre besonderen Plätze stehen im Vordergrund des neu erschienen Buchs «Solothurn – Porträt einer Stadt». Anlässlich einer Vernissage feierten die Autoren Christoph Neuenschwander, Beatrice Kaufmann und Christof Ramser im Kofmehl ihr Werk.

Es ist eine der 40 Stadtgeschichten, die versinnbildlicht, was die drei Autoren hinter dem Buch «Solothurn – Porträt einer Stadt» in den vergangenen zwei Jahren erlebt haben. So sind es 249 Treppenstufen, die die beiden St.-Ursen-Turmwächter Gadi Saiti und Jürg Maeder hinter sich bringen, bevor sich zu ihren Füssen die Altstadt erstreckt.

Auf einem ähnlich erhebenden Aussichtspunkt standen anlässlich der Buchvernissage auch Christoph Neuenschwander, Beatrice Kaufmann und Christof Ramser, allesamt Journalisten, die auch für die Solothurner Zeitung tätig sind und mit diesem Buch auch viele Treppenstufen zurückgelegt haben.

«Wir sind oben angekommen»

«Es begann mit dem ersten Schritt, mit dem Gmeiner-Verlag aus Bayern in Kontakt zu treten, ging über die Konzeption, hin zum Schreiben und Fotografieren und gelangte mit dem Druck und der Publikation zum Abschluss», liess Christof Ramser vor rund 70 interessierten Besuchern im Kofmehl Revue passieren. «Dabei gab es Verschnaufpausen, Rückschläge und Stolpersteine, wie beispielsweise Absagen. Und doch sind wir nun oben angekommen und freuen uns über das Resultat.»

Zwischenzeitlich habe sie wohl alle Gefühle bis zum Freudentag der Publikation durchlebt, ergänzte dazu Beatrice Kaufmann. Als erstes hatte der Verlag aus Bayern Christoph Neuenschwander angegangen , der dann bald zwei ebenfalls schreibende, fotografierende Weggefährten fand. «An mehreren Abenden haben wir dann bei einem Bier im ‹Kreuz› besprochen, wie wir weiter vorgehen werden», so Neuenschwander. Trotz einigen Verzögerungen konnte im Frühling das Werk bereits korrekturgelesen werden.

Vernissage des Buchs «Solothurn – Porträt einer Stadt» im Kofmehl – Christoph Neuenschwander erzählt

Vernissage des Buchs «Solothurn – Porträt einer Stadt» – Christoph Neuenschwander erzählt

Viel Persönliches erfahren

«Es wird mir in Erinnerung bleiben, dass sich während der ganzen Zeit viele Begegnungen ergeben und viele Türen geöffnet haben», erinnert sich Christof Ramser. «Die Menschen haben uns sehr viel Persönliches preisgegeben.» Dies erfuhr auch Beatrice Kaufmann beim Besuch in der Einsiedler-Behausung, wo im vergangenen Sommer noch Schwester Benedikta wohnte. «Nie hätte ich gedacht, irgendeinmal die 400-jährige Klause von innen zu sehen. Es war ein sehr spiritueller Moment.»

Auch liessen es sich die drei Autoren nicht nehmen, selbst Hand anzulegen. «Nach dem Interview mit Öufi-Brauer Alex Künzle konnte ich beim Ausliefern von Bierfässern in der Stadt mithelfen», erinnert sich Neuenschwander schmunzelnd. Ramser seinerseits denkt gern an die Spritztour mit Kurt Käser in der Wischmaschine zurück. «Die Fahrt im orangen Wägeli, das teurer ist als ein Ferrari, war speziell.»

Ein bunter Lesemix

Ein Blick ins Buch gewährt – wie ein Abstecher auf den Kathedralenturm – einen farbigen Panoramablick über bekanntere, sowie unbekanntere aber nicht minder spannende Menschengeschichten aus Solothurn. Ebenso mischen sich auch historische Figuren wie Niklaus von Wengi oder den Botschafter und Ritter Pierre de Buisson de Beauteville darunter.

Andere Lebensgeschichten, beispielsweise des Pittaria-Betreibers Sami Daher oder des Rüstungsrestaurateurs Samad Qayumi, zeichnen nach, wie Menschen aus der Ferne in Solothurn ihre Heimat gefunden haben. 2000 Exemplare wurden von «Solothurn – Porträt einer Stadt» gedruckt, nun hoffen die Autoren auf gute Resonanz. «Solothurn ist eine Lesestadt. Und genügend Bücher kann es über diesen Ort nicht geben», findet auf jeden Fall  Christof Ramser. Ein neues, das seinesgleichen sucht, findet nun seinen Weg in die Bücherregale der Solothurner. 

Erhältlich ist «Solothurn – Porträt einer Stadt» in der Lüthy-Buchhandlung oder bei Manor. 

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