Solothurn

20 Jahre Mädchenchor: Ein musikalisches Feuerwerk am Neujahrskonzert

Nachdem in der Rythalle auf das Jubiläumsjahr angestossen worden war, stand der Mädchenchor im Rahmen des diesjährigen Neujahrskonzertes im Konzertsaal auf der Bühne.

Nachdem in der Rythalle auf das Jubiläumsjahr angestossen worden war, stand der Mädchenchor im Rahmen des diesjährigen Neujahrskonzertes im Konzertsaal auf der Bühne.

Die Stadt Solothurn feiert ihren 2000. Geburtstag. Just einen Tag, nachdem in der Rythalle auf das Jubiläumsjahr angestossen worden war, stand der Mädchenchor im Rahmen des diesjährigen Neujahrskonzertes im Konzertsaal auf der Bühne. Ein volles Haus, ein erwartungsvolles Publikum und, noch hinter der Kulisse, rund 70 engagierte Sängerinnen im Alter von 7 bis 23 Jahren, die dem grossen Auftritt unter dem Titel «Glanzlicht – 20 Jahre Solothurner Mädchenchor» entgegenfieberten.

Was das breit gemischte Publikum zu hören bekam, war schlicht grandios. Unter der musikalischen Leitung von Lea Pfister-Scherer, assistiert von Eva Herger und der Stimmbildnerin Jessica Jans, liefen die jungen Sängerinnen von Beginn weg zu einer Glanzleistung auf. Begleitet von Anna Bacik am Klavier sangen sich die jungen Sängerinnen mit Leidenschaft, viel Lust und perfekt ausgearbeiteten kreativen Ideen durch klassische, romantische und geistliche Werke von namhaften Komponisten, Gospel, Schweizer Liedgut und Popsongs. Ohne Pause und Ermüdungserscheinungen. Den Anfang machte das Gloria von Antonio Vivaldi, gefolgt vom vertonten Morgenlied des Dichters Ludwig Uhland und im zweiten Block von schweizerischen Volksliedern in allen vier Landessprachen.

Hervor stach unter anderem die witzig und anspruchsvoll intonierte «Schwyzzerrapsody» von Ivo Antognini, die als geografische Reise durchs Land viele Schweizer Ortschaften melodisch aufzählte und mit Kantonsfähnchen belebt wurde. Der dritte Block war Modernem und Popsongs gewidmet – durchwegs hervorragend, die einstudierten Szenenbilder und die vollendete Inszenierung.
Ein frenetischer Applaus, drei Zugaben und ein zufriedenes Publikum waren das Resultat einer gelungenen Matinee, die Zeugnis von der kulturellen Vielfalt der Stadt ablegte, die seit 20 Jahren von einem Chor bereichert wird, der seine musikalischen Fähigkeiten in Singlagern, Probeweekends und auf Reisen im Ausland vertieft und grossen Wert auf die individuelle Stimmbildung legt.

Gleich 366 Tage in Jubiläumslaune

Stadtpräsident Kurt Fluri, traditionell Gast und Redner am Neujahrskonzert, kam nebst den Neujahrswünschen von Seiten des Stadtpräsidiums auch auf das Jubiläumsjahr zu sprechen. Eine bei der Denkmalpflege gelagerte Tonscherbe habe es möglich gemacht, in etwa die Entstehung der Stadt zu datieren, wusste Fluri. «Das genaue Datum wissen wir nicht, denn schliesslich gab es damals noch keinen Stadtpräsidenten», witzelte er. Dass man sich auf das Jahr 2020 geeinigt habe, hätte immerhin den Vorteil, dass die Solothurner ihr Jubiläum an 366 statt nur an 365 Tagen feiern könnten.

Die am Vortag in der Rythalle angezündete und auf der Bühne platzierte Jubiläumslaterne leuchtete erstmals an einem öffentlichen Anlass, bevor sie ihre Reise zu verschiedenen Standorten in der Stadt antritt.

Wie immer endete der zweite Neujahrsmorgen mit einem von der Stadt gestifteten Apéro im kleinen Konzertsaal, wo, ebenfalls wie immer, nicht viel Platz blieb, um an Freunde und Bekannte gute Wünsche für das neue Jahr anzubringen.

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