Solothurn-Bern
Kurz vor den Hitzetagen: Bei 27 BLS-Zügen sind die Klimaanlagen defekt – auch Strecken nach Solothurn betroffen

Wegen eines Problems bei der Stromzufuhr funktionieren bei mehreren sogenannten Nina-Zügen die Klimaanlagen nicht. Die Reparatur könnte bis nach dem Sommer dauern.

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Keystone

Bei 27 Zügen des Typs Nina (Niederflur-Nahverkehrszug) sind die Klimaanlagen defekt. Wie die Berner Zeitung berichtete, seien alle 23 Ninas mit drei Wagen und 4 von 13 längeren Ninas mit vier Wagen vom Defekt betroffen. Die Züge verkehren auf folgenden Linien der BLS, auch bis nach Solothurn:

  • S44 Thun–Belp–Bern–Burgdorf–Solothurn und Sumiswald-Grünen
  • S6/S7/S77/teilweise RE Luzern–Wolhusen–Langenthal und Langnau i.E. (–Bern)
  • S5 Bern–Kerzers–Neuenburg und Murten (–Payerne)
  • S6 Bern–Schwarzenburg (1 Umlauf mit zwei Fahrzeugen)
  • Verstärkerfahrzeuge auf einigen Zügen des RE Lötschberger

Der Grund für den Defekt sei der Umrichter, der überhitzt habe. Das sind die Geräte, die den Starkstrom aus der Oberleitung für den Betrieb der Klimaanlagen umwandeln.

Reparatur könnte länger dauern

Die Reparatur der Züge könnte länger dauern, wie die BZ weiter schreibt. Der BLS stünden nicht genügend Ersatzteile zur Verfügung. Normalerweise müssten etwa zehn Umrichter pro Jahr ersetzt werden. Jetzt seien über fünfzig nötig.

In einem ersten Schritt sollen bis Mitte August zwei der drei kurzen kurzen Ninas wieder klimatisieren werden. Bis Mitte Oktober soll auch der dritte Wagen repariert sein. Schneller gehe es bei den vier längeren Ninas. Diese sollen bis Ende Juli repariert sein.

Die BLS rate den Gästen während des Sommers in den klimatisierten Teilen der Nina-Züge Platz zu nehmen. Hinweise dazu seien an den Türen und Bildschirmen angebracht. Sie betone ebenfalls, dass die Frischluftzufuhr in den Zügen gewährleistet sei. (gue)

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