Olten
Zwischentöne wecken tiefe Emotionen: Salvatore La Cola stellt im Kantonsspital aus

Der Künstler Salvatore La Cola stellt vom 23. Januar bis am 20. April 2018 im Eingangsbereich und im Restaurant des Kantonsspitals Olten seine neuen Bilder zum Thema «Zwischentöne» aus.

Madeleine Schüpfer
Merken
Drucken
Teilen

Bruno Kissling

Der Künstler Salvatore La Cola wohnt mit seiner Familie in Obergösgen und hat sein Atelier in Schönenwerd. Vom 23. Januar bis 20. April 2018 zeigt er im Eingangsbereich und im Restaurant des Kantonsspitals seine neuen Bilder zum Thema «Zwischentöne», die sehr berühren und den Betrachter aus ihrem Inhalt heraus gefangen nehmen.

Im Mittelpunkt steht in seiner malerischen Darstellung das Kind als Symbol des Lebens, der Zukunft und vor allem auch der Hoffnung, auf dass der Mensch aus seiner Geschichte lernt und erkennt, dass nicht einfach die materiellen Dinge, Geld und Macht unser Leben bestimmen dürfen. Kinder sind ihm wichtig, und er kann sich auf eine besondere Art in ihre Situation hineindenken. Seine realistische, expressive Malweise lebt aus den kraftvollen Farben heraus, aber noch mehr aus den geschichtlichen Inhalten, die die Figuren im Bild signalisieren.

Man erkennt Kinder, spielerisch in sich versunken oder dann von leiser Traurigkeit geprägt mit dem Gesicht auf ihren Knien. Manchmal umgeben von Spielsachen, an ihrer Seite ein grosser Teddybär, und was besonders berührt, von einem Hund beobachtet. Immer entdeckt man im Hintergrund dicht bewegtes Leben, Erwachsene in ihren Aktivitäten.

Man ortet, fragmentarisch aufgebaut, ein Rösslispiel mit einem dynamischen Reiter, Mann und Frau auf sich fixiert, umgeben von Kindern mit ihren Spielsachen, einen Surfer in der Bläue des Wassers, im Vordergrund wiederum spielende Kinder.

Fazetten des Lebens

Aber auch Menschen im Protest, von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägt, zeigen La Colas Bilder. In einem besonders grossen und lebhaft gestalteten Bild taucht man ein in die Atmosphäre eines Spielcasinos, ein Pferd springt über das Roulettespiel, ein Kind hüpft über die Zahlen des grünen Spielteppichs, und oben im Bildraum lassen sich Gesichter von Erwachsenen erkennen, die das Ganze betrachten.

Seinen Bildern haftet nichts Süssliches an, es sind realistisch gemalte Bilder, die oft völlig unerwartet in surreale Welten ausufern. So entdeckt man in einer Strassenunterführung einen grossen dunklen Gorilla, oder ein Nashorn kommt einem unter den Passanten entgegen.

Unterschiedliche Motive verweben sich miteinander, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, man wird in Atem gehalten. Angesprochen, ob er mit diesen Bildern provozieren möchte, verneint dies Salvatore; er möchte aufzeigen, wie wichtig das Kind in sich ist - ein Symbol für unsere Zukunft, für das Vertrauen und die Liebe unter den Menschen.

Gemochter Realismus

Salvatore ist ein leidenschaftlicher Maler, der es heute geniesst, sich ganz seinem künstlerischen Beruf widmen zu können. Viele kennen ihn vom Oltner Kunstmarkt, von verschiedenen Ausstellungen in unserer Region. Vor ein paar Jahren war er noch als Einkäufer tätig und musste sich die Zeit stehlen, um intensiv malen zu können. Er ist voller Kreativität, voller Ideen, begann seine Laufbahn mit dem Zeichnen, mit Bildern in Acryl und arbeitet heute in Öl.

Die realistische Ausdrucksform liebt er, wobei auflösende Momente auszumachen sind, die in abstraktere Ebenen hinein führen. Malte er früher oft Porträts, Menschen und Naturerlebnisse, so ist ihm mit dieser Ausstellung mit dem Kind im Mittelpunkt etwas Faszinierendes gelungen. Seine Bildinhalte fesseln, man geht den Motiven nach, baut sich Geschichten auf, die alle vom Leben erzählen. Er möchte Positives bewegen und aus den «Zwischentönen» ganze Töne machen, eine Musik, geprägt von Menschlichkeit.