1.August
Zwischen Zuckerstock und Bratwurst: die Bundesfeiern in der Region

Dreierlei gehört zu einer Bundesfeier: ein gefüllter Magen und pyrotechnisches Spektakel. Dazu kommen transportierte Liebeserklärungen ans Vaterland in durchaus verträglicher Dosis. Dies alles nahm im frühen 20. Jahrhundert seinen Anfang. Seit 1899 nämlich findet die Bundesfeier schweizweit regelmässig statt.

Urs Huber
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Die Stadt Olten hat sich für den 1. August herausgeputzt.
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Musikalische Unterhaltung an der 1.-Augustfeier.
Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Impressionen aus Olten.
Impressionen aus Olten.
Impressionen aus Olten.
Die 1. August Feiern in Trimbach, Wangen, Boningen und Kappel
Impressionen aus Olten.
Impressionen aus Olten.
Impressionen aus Olten.
Impressionen aus Olten.
Impressionen aus Olten.
Viele gute Wünsche zum 1. August.
In Däniken liess man die Ballone los
Zurvor hielt Carlos Lima, Handballtrainer und ehemaliger Schweizer Natispieler die 1.August-Rede.
Bei strahlendem Sonnenschein konnte man in Däniken Kaffee und Kuchen geniessen.
Die Chorgemeinschaft sang.
Die Aareblick-Örgeler begleiteten den 1.August-Brunch in Niedergösgen.
Reich gedeckt waren die Tische.
Für die Kleinen stand ein Spielbus bereit mit allerhand tollen Spielzeugen...
... da musste man zu viert Schritt halten können...
oder konnte auch auf einer Röllelibahn hinabrutschen.
In Trimbach gab es eine Festwirtschaft mit...
... leckeren Würsten...
... auch über dem Feuer...
... und schmackhaften Brötli.
und auch sonst allerhand Leckeres.
Nicht fehlen durfte auch das Lampion-Basteln.
Auch in Wangen wurde schon am 31. Juli gefeiert. Mit Zuckerwatte...
...Karussell...
...Hüpfburg...
... und Festwirtschaft.
In Boningen wurde auch dieses Jahr das 1.August-Feuer gezündet.
Das die Anwesenden in gold-oranges Licht tauchte.
Und natürlich durfte der Fackellauf nicht fehlen...
...bei dem auch schon die Kleinen mitliefen.
Regierunsrätliche Bundesfeier-Premiere für Susanne Schaffner: Sie hielt am Montag in Kappel ihre erste Ansprache als Regierungsrätin.
Zu Feier des Tages spielte die Brass Band Kappel.
Abends gab es in Kappel einen Lampion-Umzug...
...bei dem Gross und Klein dabei war und danach ein Feuerwerk.
Sichtlich gemütlich war es an der Bundestagsfeier in Kappel.

Die Stadt Olten hat sich für den 1. August herausgeputzt.

Remo Fröhlicher

In Fulenbach lud man ab 09.09 Uhr zum morgendlichen 1.-August-Brunch, in Obergösgen zu Züri-Geschnetzeltem mit Hörnli und Salat (rund 250 Portionen), in Schönenwerd reichte die Männerriege ein feines Risotto, in Winznau wurde Bratwurst vom Grill offeriert und in Olten brutzelten ebenfalls Würste auf dem Feuer. «Cervelats und Bratwürste», präzisierte Festwirt Roger Lang vom «Rathskeller». Und darüber hinaus auch Beinschinken, Kartoffelsalat und Pouletschenkel. «Damit jene Gäste, die nichts vom Schwein essen, auch was zu knabbern haben», schob Lang hinterher. 700 Bratwürste und 300 Cervelatringe hatte der Festwirt bereitgestellt. Was am besten laufen würde, blieb erst ungewiss. Aber kurz vor halb acht Uhr gabs Indizien, die auf den Beinschicken hindeuteten. «Der läuft sehr gut», wusste Lang. Die Menükarte sei sicher traditionell. Aber es müsse halt auch schnell gehen und: «Die Leute mögen ein solches Angebot einfach.»

Leckere Dessertbuffets

Mancherorts wartete in der Region auch ein leckeres Dessertbuffet. Kuchen, Cremes. In Olten gabs Creme-Schnitte vom Café Ring. «Und selbstverständlich das Brot des Abends», so Sven Engler, Wirt des Oltner Kultcafés. Das alles wartete um 18 Uhr auf Abnehmer. Denn das leise Donnergrollen über Olten und zwei Wolkenbrüche kurz vor und nach der Festplatzeröffnung hatten die Gäste kurzzeitig vertrieben. Aber noch vor 19 Uhr füllten sich die Ränge wieder und zum Sound der Rutishuser & Co. schwangen einige noch vor 20 Uhr das Tanzbein.
Dazu gabs landauf, landab Geselligkeit unter dem weissen Kreuz im roten Feld, unterbrochen von einer Ansprache und ab und an von beliebten Zuckerstöcken. Nicht essbaren, natürlich; sondern von solchen, die Funken speien. Der Bundesfeiertag hat – nicht nur bei Tisch – währschaften Charakter, den sich in Olten an die 600 Personen auf dem Klosterplatz nicht entgehen lassen wollten. Das Feuerwerk nach 22 Uhr sowieso nicht.

Schon am Montag gefeiert

In einigen Gemeinden ging die Bundesfeier schon am Montag los. So hielt Susanne Schaffner ihre erste Ansprache als Regierungsrätin in Kappel und in Boningen wurde das traditionelle 1. August-Feuer gezündet.

Wangen lockte mit Karussell, Hüpfburg und Lampion-Umzug Gross und Klein an. Und auch in Trimbach konnte man die am Nachmittag selbst gebastelten Lampions, am Abend beim Umzug vorführen.

Am Morgen des 1. August luden nicht wenige Gemeinden zum traditionellen Brunch. In Däniken beispielsweise hielt Carlos Lima, Handballtrainer und ehemaliger Schweizer Natispieler die 1. August-Rede. In Niedergösgen performten die Aareblick-Örgeler und für die Kinder stand ein Spielbus bereit.

Botschaften zum 1. August von Rednern in der Region:

Rolf Büttiker, alt Ständerat sprach in Hägendorf «Träget Sorg zur Heimat! Sie verdient’s, und sie brucht Euch. Mer dörfe nit zo nere Volksherrschaft ohni Volk werde!»
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Beat Frey, Gemeindepräsident Wangen sprach an seinem Wohnort «Wenn sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger auch in Zukunft gut informieren und nicht manipulieren lassen, dann geht die Erfolgsgeschichte unseres Landes weiter.»
Daniela Gaiotto, Co-Präsidentin Gewerbe Olten, sprach in Olten «Unsere Helden stehen jeden Morgen auf, gehen fleissig ihren Aufgaben nach, kämpfen für ihre Familien, ihre Geschäfte, ihre Ansichten, und schlussendlich auch für ihre Stadt.»
Gerhard Pfister, Präsident CVP Schweiz, sprach in Winznau «Ich danke Ihnen, wenn Sie dort, wo Sie können und wollen, in Beruf, Familie oder Gesellschaft, die Idee der Schweiz verteidigen.»
Marianne Meister, Kantonsrätin FDP, sprach in Gunzgen «Mir dörfe stolz si uf üsi Errungeschafte und üse Erfolg. Aber äs tuet üs guet, wemer derbi ou ä grossi Prise Demuet und Bescheideheit a Tag lege.»
Carlos Lima, Handball-Trainer und Unternehmer, sprach in Däniken «Hier zu reden, erfüllt mich mit dem gleichen Stolz, mit dem ich über 13 Jahre lang das Schweizer Kreuz auf der Brust in der Nationalmannschaft habe tragen dürfen.»
Urs Huber, Kantonsratspräsident SP, sprach in seinem Heimatort Obergösgen und in Trimbach «Wenn wir nie etwas verändert hätten, wären wir immer noch ein verarmtes Bauernvolk, Bildung gäb es nur im Kloster, es gäbe keine AHV und die Frauen hätten kein Stimmrecht.»

Rolf Büttiker, alt Ständerat sprach in Hägendorf «Träget Sorg zur Heimat! Sie verdient’s, und sie brucht Euch. Mer dörfe nit zo nere Volksherrschaft ohni Volk werde!»

Oltner Tagblatt