Olten
Zweitbeste Häklerin der Schweiz kommt aus dem Kanton Solothurn

Dieses Jahr fand die erste Schweizermeisterschaft im Häkeln in der «Schlosserei» in Olten statt. Den zweiten Platz belegte die Solothurnerin Sybille Sommer. Als Preis für diese Leistung hat sie einen VIP-Skitag in Zermatt gewonnen.

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Nur Renate Lengacher (stehend) häkelte schneller als Sybille Sommer (2.v.li.).

Nur Renate Lengacher (stehend) häkelte schneller als Sybille Sommer (2.v.li.).

Bruno Kissling

In Olten wurde anlässlich der Schweizermeisterschaft gehäkelt, bis die Nadeln glühten. Der ersten Häkel-Schweizermeisterschaft waren landesweit durchgeführte Vorausscheidungen vorausgegangen.

In der «Schlosserei» massen sich 20 Frauen jeden Alters im Mützenhäkeln. Es ging darum, ein Knäuel Garn von 50 Gramm mit einer Häkelnadel der Grösse 6 zum Anfang einer Mütze zu verhäkeln.

Maschenart und Design konnten beliebig gewählt werden; die Form der Mütze musste jedoch erkennbar sein. Die Messlatte war hoch angesetzt: 8 Minuten 25 Sekunden. So lange brauchte letztes Jahr an der Weltmeisterschaft die Siegerin Hai Nguyen aus Leipzig gegen mehrere Hundert Mitstreiterinnen, um das Garn zu «verhäkeln».

Mit 9 Minuten 19 Sekunden gewann in Olten Renate Lengacher aus Aeschiried. Sie darf damit am 8. Februar ihr Können an der WM unter Beweis stellen. Der zweite Rang ging an die einzige Solothurnerin im Wettbewerb, Sibylle Sommer vom Woll- und Strickatelier in Rüttenen. Sie brauchte genau 10 Minuten und 7 Sekunden, bis das Garn aufgebraucht war.

Sibylle Sommer darf einen VIP-Skitag in Zermatt verbringen. Und dies mit Jean-Claude Waeber aus Hägendorf als begleitendem Skilehrer. Waeber ist Organisator der Häkel-SM in Olten und Schweizer Importeur der verhäkelten Produkte. Die bronzene Medaille holte sich Nicole Kühne aus Neftenbach, die nach 11 Minuten 43 Sekunden abschloss. (bko)