Die Fortdauer der U-Haft wird von den Strafverfolgern unter anderem mit der bestehenden Kollusions- oder Verdunkelungsgefahr begründet: Den Verdächtigten soll verunmöglicht werden, sich allenfalls gegenseitig abzusprechen oder Beweismaterial zu beseitigen. Deshalb gehe es nicht an, «dass wir via Medien über allfällige Geständnisse oder Teilgeständnisse kommunizieren», beschied der Oberstaatsanwalt eine Anfrage dieser Zeitung.

Bald 20 Jahre

Die Meldung der Staatsanwaltschaft hatte Anfang Dezember letzten Jahres für Aufsehen gesorgt: Fast 20 Jahre nach dem am 1. August 1993 verübten tödlich verlaufenen Raubüberfall auf einen 80-Jährigen in Dulliken konnten zwei Tatverdächtige festgenommen werden. Es handelt sich um zwei Serben im Alter von 61 bzw. 49 Jahren.

Beim Älteren soll es sich um einen IV-Rentner aus Däniken handeln, beim anderen um einen Taxifahrer aus Oberentfelden (AG). Untersucht werden von den Strafverfolgern die Zusammenhänge mit einem Tötungsdelikt in Olten: Dort war im Dezember 1994 bei einer Brandstiftung ein 51-Jähriger ums Leben gekommen. Wie bereits berichtet, streiten die zwei Verdächtigen jegliche Tatbeteiligung ab. (ums.)