«Wenn eins und eins drei ergibt», heisst es auf der neuen Homepage etwas grossmundig. Doch wenn mit der neuen «Gruppe im Graben» – diese ging aus der ehemaligen «Gruppe Konzerte am Turm» hervor – und «Next Stop Olten» zwei langjährige Konzertveranstalter zusammenspannen, ist das vielleicht gar nicht zu hoch gegriffen. Die Verantwortlichen sind grösstenteils die gleichen geblieben, welche die Altstadt mit Livemusik beleben: Zuvorderst an der Front ist auch in diesem Fall der frühere «Suteria»-Geschäftsführer Klaus Kaiser. Er wirtet seit vergangenem August im Café Grogg und ist Mitinitiant. Rund 20 Jahre hat er mit seinen Leuten in den Sommermonaten jeweils auf dem Ildefonsplatz beim Stadtturm Freiluftkonzerte organisiert.

Nun verschiebt sich ab diesem Jahr die Veranstaltung an den Oberen Graben, und daher hat auch der Verein seinen Namen angepasst. «Der Obere Graben ist mindestens ebenbürtig, was Lage, Atmosphäre und Akustik angeht», lässt Klaus Kaiser sich in der Medienmitteilung zitieren. Und Wolfgang Niklaus, der zusammen mit Nicole Trotter von der ehemaligen «Gruppe Konzerte am Turm» ebenfalls wieder mit im Boot ist, sagt zum neuen Standort am Medientermin vor Ort: «Der Platz ist fast noch heimeliger, intimer und schöner als vorher.» Die Konzerte finden an Wochentagen, aber auch am Wochenende jeweils von 19 bis 22 Uhr statt. Draussen wird eine Bühne aufgestellt. Lässt es das Wetter nicht zu, besteht auch die Möglichkeit, dass die Veranstaltungen im Café Grogg stattfinden. Eine Neuerung zu früher, wo Konzerte auf dem Ildefonsplatz oft abgesagt werden mussten, weil es keine Ausweichmöglichkeit gab.

Von Rock über Jazz bis Volksmusik

Musikalisch hat sich die neue Gruppe so verschiedenen Stilrichtungen wie Rock und Pop, Jazz, Blues oder moderner Schweizer Volksmusik verschrieben. Neben einheimischen Künstlern werden auch internationale Musiker auftreten. «Unser Ziel ist es, Leute zu engagieren, die ihr Handwerk auf hohem musikalischen Level beherrschen», sagt Martin Schaffner, der zusammen mit Andreas Stettler von «Next Stop Olten» dazugestossen ist. Man wolle den Künstlern trotz beschränktem Budget «faire Gagen zahlen», sagt Schaffner. Dies erreiche man nur mit Eigenleistungen und Ehrenamtlichkeit, ergänzt Stettler. Zudem wird zwar kein Eintrittspreis verlangt, aber eine Kollekte. «Die Konzerte sind also nicht gratis», betont Niklaus.